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Dibre Emeth · 1847-12-01 · Heft 12 (Dezember 1847) · page 22

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Journal
Dibre Emeth
Volume
3 (1847)
Issue
Heft 12 (Dezember 1847)
Date
1847-12-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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istMch nicht. haß Schlimmste, entgegnete -ich, sondern daß: so wenige wn den Kindern Israel nach dem Herrn fragen, weinend nnd betend zu ihm Wmme», daß .Israel ohne Opfer ist. Er ließ seinB'reschithsl. B. Mos.) mit Raschi holen, um mir ans Abraham's Geschichte Cap. 15. zu zeigen, daß dort schon — nach der rabbinischen Auslegung — angedeutet sei, daß im Golus die Opfer nicht nöthig sehen. Hiebei kam ich auf die Tiefe der Sünde, indem ich bemerkte: Ps. 15, 1. 2. ist gefordert, daß der Mensch vollkommen wandle, E*>ßn ’f’jn» Gott ist rin jop *?* .nhDX VX (ein eifriger Gott, ein verzehrendes Feuer). Wäre er das nicht, so wäre er ein Götze. Der Rabbiner und der Lehrer: Der Mensch muß sich bessern. Ich: AberZerem. l3. heißt es: „wie kann ein Mensch re." Wozu betet David : Schaffe mir, Gott, ein reines Herz? Und welch' eine Tiefe und Schwere hat das Hauptgebot: Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen u. s. w. — Beide: „Dies Gebot bezieht sich nur darauf, daß das ganze Herz mit Liebe zu Gott erfüllt sein soll, wenn man eine Mizveh (ein gutes Werk) thut" Ich 1) Dies Gebot beschränkt sich nicht auf die Ausübung einer Pflicht, nicht auf die Zeit einer Stunde, sondern umfaßt alles Denken, Reden, Thun. 2) Selbst Ihre Behauptung zugegeben — auch nicht eine Stunde, auch nicht bei der geringsten That sind wir von der Sünde frei. ÄLas soll ich nun machen, da Gott sein Gesetz so streng befohlen hat, und ich mich auch für durchaus gebunden halte, dasselbe zu thun; da Gott ferner auf die Uebertretung den Fluch gesetzt'hat und ich doch täglich viel sündige?—Wie lieb war mir des Kranken Frage: „Nun, was wollen Sie machen?"-—Weil ich mich als einen armen, verlornen und verdammten Sünder erkenne, antwortete ich, so glaube ich an den, auf den Gott all' unsre Sünde gelegt hat; von dem Zes. 53. (was ich aufschlug) weissagt. Das ist unser Herr Jesus Christus. Der Rabbiner: „Wir deuten das Kapitel aber nicht so, und bei hem Glauben können Sie ja ein Dieb, ein Mörder und alles sein." — Ich: Wir wollen uns jetzt in keinen Streit über die Auslegung einlassen, ich will nur aussprechen, was unser Glaube ist. So wie in der Wüste die Schlange angeschaut werden mußte, so sehe ich im Glauben

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