Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1847)
- Date
- 1847-12-01
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2554541-2554570-2554583--00695-2556494- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
. m bchsHeMlwivigk-denMmschey nicht u. s. w.; eia Apostel spreche b«. Gelrgwheit -eines Gesichts aus: ,-O mein Herr, ich habr noch nie wasGemeines odtt Unreines gegessen. " — Als ich im weitern Berlaufe, um die Messiaswürde Jesu zu bestätigen, besonders, den Beweis gebrauchte, der in dev Ausbreitung des Wristttlchums Legt, behaupteten allesanunt indem sie leider in ihres unmittelbaren Erfahrung nur zu viel Anhalt fanden : — „Das Ehristenthum wird durch Staatsgewalt verbreitet und unterstützt; wennumgekehrt die Juden die Obergewalt hätten, wie viel Christen würden Juden werden. Jetzt treten viele Jude» nur deshalb in die christliche Kirche, um der äußerlichen Bortheile der Christen cheilhastig zu werden." Ohne das Elftere zu bestreiten, entwickelte ich in einigen Zügen den Gang der christlichen Kirche. — Der Besuch bei einem Freunde, der bei der Leitung der großartigen Kanalbautey in der Nähe von Rittel (2 Meilen von Czersk) angestellt ist, brachte mir einen unerwarteten Trost eigner Art. Ich betrachtete die schwierigen Vorarbeiten, die unternommen werden mußten, um einen schmale» Gang für die Flößung des Holzes zu Stande zu bringen, und die, sobald dies Ziel erreicht ist, fast spurlos vertilgt werden; ich veranschaulichte mir daran, in welchem Berhältniß die gegenwärtige, mühsame Arbeit der Mission unter Israel zur dereinstigen Bekehrung Israels steht — und tröstete mich. — Als ich am Abend die \\ Meile zu Fuß zurückging, wanderte ich eine Strecke mit drei polnischen Arbeitsleuten; durch den einen, der ziemlich Deutsch sprach, konnte ich einige Worte der Botschaft des Evangeliums an diese armen Seelen richten. Bedürftig waren sie ihrer gewiß; sie wußten kaum, was das für ein Ding sei, das Neue Testament, gesehen hatten sie noch keins! Bei dem»am 3ten Psmgsttage (25sten Mai) gefeierten Zahmsfestedes Danziger Juden-Missionsvereins ward es mir zu Theil, die. Frstpredigt zu halten. Zn der Woche nach Pfingsten konnte ichin den Mrnnoniten - Gemeinden des Danziger und Marienburger Werders an dm Zahresfesten des Bibel-, Enthaltsamkeits- und MissionsveveiNs Mitwirken und auch die Sache Israels in Ansprachen