Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1847)
- Date
- 1847-12-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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197 Christenthum mündete, — Herr Ph, meint nicht das N. T. sondern das A. T- — zurückzugehen, die reine religiöse Zdee zu finden und auf dem positiven Unterbau des Zudenthums zu befestigen, (p. 188.) Zn diesen Prozesse» seien beide Religionen begriffen, in diesen Endpunkten träfen sie zusammen. „Als das Ziel der Menschheit — so schließt Herr Ph. — haben wir erkannt: die ganze religiöse Zdee uyd ihre Verwirklichung in der Einheit der Zdee und des Lebens. Die Wege der Geschichte — sind die allmählige aber sichere Entwicklung der bestehenden Religionen aus dem Heidenthum zur ganzen und reinen religiösen Zdee, der bestehenden Gesellschaft aus ihrer heidnischen Verfassung zur Einheit der Zdee und des . Lebens, d. h. zu den drei großen Prineipien der Gleichheit des Rechtes, der möglichen Gleichheit des Besitzes und der persönlichen Freiheit innerhalb dieser beiden Momente. Wir haben gesehen, wie die göttliche Vorsehung die Menschheit von Beginn an diese Bahn geführt hat und so die freie Entwicklung und die gegebne religiöse Zdee langsam zur Einigung geführt. Zn einen kleinen Grund hat sie ein großes Saamenkorn gelegt, hat dieses Korn beftuchtet und befeuchtet, es sprengte den Boden, trieb einen Stamm; — dieser Baum heißt: Die im Leben verwirklichte religiöse Zdee." Mit der Versicherung, daß er in die Wirren der Gegenwart nur das Helle leuchtende Licht der Geschichte habe tragen wollen, um seinen Zuhörern Plan und Ausweg zu zeigen, wo endloser Kampf und Verwirrung zu herrschen scheinen, tritt Herr vr. Ph. von dem Rednerstuhle ab, und ohne diese Versicherung hätten wir in der That fast vergessen, daß er sich auf den Boden der Geschichte gestellt hat. Was uns hier vorgelegt wurde, hat Herr Ph. des Weiteren und Breiteren auch in seinen Syuagogen-Vorträgen ausgeführt, und mit Recht ist in diesen Blättern (Zahrgang 1846. No. 2.) mit Beziehung auf dieselben von seiner Schriftverdrehung die Rede gewesen. Sollten die vorliegenden Vorlesungen jenen „Predigten" etwa eine geschichtliche, wissenschaftliche Unterlage geben, so können wir nicht andres als-von Geschichtsverdrehung sprechen. Es wäre nun allerdings eine