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Dibre Emeth · 1847-11-01 · Heft 11 (November 1847) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
3 (1847)
Issue
Heft 11 (November 1847)
Date
1847-11-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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190 lichen Wandels, insonderheit seiner uneigennützigen Liebe willen die unzweideutigsten Beweise der Achtung empfangen hat. Die kleine, liebliche, vor 2 Zähren erst eingeweihte Kirche war am Sonnabend Nachmittag, als Wr. seine Predigt über 3. Mos. 17, 11. hielt, (zu derselben Zeit, wo H. in .... das Wort verkündigte), mit Zuhörern reichlich angefüllt, darunter sicherlich nahe an 300 Juden. *) Nach dem Gottesdienste begab ich mich zum Missionslehrer, den ich vor seinem Hause schon mit drei Juden im Gespräch fand; auf meine Bitte folgten sie mir in die Stube. Nachdem der Eine uns nach kurzer Zeit verlassen hatte, konnte ich den beiden Andern, ein Paar ernsten Seelen, in einer langen Unterredung den Rath Gottes zu unserer Seligkeit auseinandersetzen. Der Eine hatte mir vor der Thür, weil vermuthlich der Gegenstand des Gesprächs Ps. 2. gewesen war, gesagt, daß sie das -q iptio (küsset den Sohn) übersetzen: wappnet euch mit Reinigkeit. Die Auslegung von Ps. 2. machte also den Anfang, damit ihnen der Nachweis geliefert werde, daß der dort geschilderte Gesalbte kein menschlicher König sein könne. Den Einwurf des Andern, daß aber doch Zesns diese Macht nicht ausgeübt habe, beseitigte ich also: Wie viel Feinde haben schon ihre Kniee vor ihm gebeugt! (Zch erzählte ihnen hier von dem Kaiser Zulianus Apostat«.) Ein Zeugniß seiner Macht ist die gerade in unfern Tagen erstaunlich wachsende Ausbreitung des Christenthums. Ferner: Es verhält sich ebenso mit der Gerechtigkeit Gottes, die im A. Test, so stark hervorgehoben wird; warum tilgt, könnten wir fragen, Gott nicht alle Gottlosen plötzlich aus? Seine Geduld ist unsre Seligkeit. Eben so steht es mit Christi, im Ps. 2. ihm beigelegten Macht. Er hat sie, aber er übt sie nicht auf eine dem fleischlichen Auge sichtbare Weise aus, weil er wartet, ob nicht seine Feinde sich noch werden' „ weisen und züchtigen lassen." Aber der Tag seiner Offenbarung wird auch seine Macht offenbaren. Dann hatte ich Beranlaffung, die Natur des Glaubens, mit dem wir die Gerechtigkeit Christi ergreifen, an der ') Gelegentlich bemerke ich hier, daß ich überall einer sehr geringen Schätzung! gefolgt bin, und die Kinder In die Zahl nicht mit eingeschloffen habe.

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