Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 11 (November 1847)
- Date
- 1847-11-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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189 Gin jüdischer Lehrer predigt in der Synagoge gegen das Jndenthnm und für das Christenthum. Zm Septemberhefte des Zewish Zntelligence, Seite 335, findet sich folgende, für unsere Zeit charakteristische Mittheilung vom Prediger G. in P.: Gestern besuchte mich der Herr Prediger M... ausO-. und erzählte mir, daß die Juden einen andern Privatlehrer an die Stelle des, dm ich vergangenes Zahr kennen lernte, angenommen hätten. Dieser Mann hat an verschiedenen Orten Pommerns nnd Westpreußens viel Umgang mit Christen gehabt und die Wahrheit des Evangeliums an seinem Herzen gefühlt. Vor Kurzem erhielt er von dem Rabbiner die Erlaubniß, in der Synagoge eine Predigt zu halten. Als dieser jedoch vor dem bestimmtm Sonnabend erfuhr, was er zu predigen beabsichtige, suchte er ihn daran zu verhindern, aber es war zu spät. Die zwei Hauptpunkte, über welche er sprach, waren — daß die Zuden nicht mehr länger das unfruchtbare Zudenthum festhalten könnten, sondern das Christenthum annehmen müßten; und nicht mehr länger unter der Herrschaft der Rabbiner bleiben könnten, sondern sich unter die evangelische Geistlichkeit stellen müßten. Dies verursachte natürlich einen gewaltigen Lärm und erregte unter den Zuden einen großen Sturm, und wenigstens einige von ihnen werden ihre Kinder nicht mehr zu ihm in die Schule schicken. Der Lehrer war nicht wenig erstaunt über das Betragen der Zuden und schien zu erwarten, daß die Zuden erlauben würden, daß Christus in ihrer Synagoge gepredigt werde. Missonsna ch richten. (Preußen.) (Fortsetzung.) Zn wo wir Donnerstag den 22sten April ankameu, ist ein wackerer Missionslehrer, der mit den Zuden in sehr freundlichem Vernehmen steht und von ihnen um seines lautern christ-