Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 11 (November 1847)
- Date
- 1847-11-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2554541-2554570-2554582--00667-2556465- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
185 „der religiösen Idee in ihrer Ganzheit" das Zndemhum nothwendig fortexistiren müssen. Freilich habe das den Juden wieder einen schweren Kampf gekostet, da die christliche Kirche die Juden, als ihren Gegensatz tragend, hätte vernichten wollen und, da sie das nicht gekonnt, zuerst durch die römischen Kaiser, dann durch den Feudalstaat unverdienter Weise ausgeschlossen habe?) (p. 141.) (Fortsetzung folgt.) Gin Wort über eine Predigt -es Herrn Dr. Philipps»«, gehalten am S. Juli 18L7. «nd in No. 29. seiner Zeitung mitgetheilt. Wenn uns Predigten von Rabbinern zu Händen kommen, so ist es billig, daß wir nicht den Maßstab unserer religiösen Erkenntniß und Anschauung an dieselben legen, sondern uns möglichst auf den Standpunkt eines Rabbiners und seines Auditoriums versetzen. Das aber kann uns nie davon abhalten, daß wir verlangen: der Text soll seinem Inhalt gemäß erläutert werden, oder, wird nur Ein Gedanke des Textes hervorgehoben und weiter ausgeführt, daß es dann doch ein wichtiger Gedanke des Textes sei, der fruchtbar, zum Seelenwohl der Hörenden angewandt werde. Wenn wir auch nicht an alle Rabbiner diese billige Forderung stellen möchten, weil noch manche die alten Manieren der nYtim gewohnt sind, so dürfen wir doch bei einem Herrn Doktor, der eine Bibelerklärnng geschrieben und als Vertreter Israels sich stets hören läßt, mit solchen Erwartungen an seine Predigten gehen, daß e r seinen Zuhörern die heilige Schrift erklären und zu ihrer Erbauung reden werde. Aber wie betrübend ist es doch, von dem Allem in der uns vorliegenden Predigt auch nicht eine Spur zu finden. Wir wollen diese Behaup- °) In der 8. Vorlesung ist von dem Verhältniß des Islams zum Iudcnthum und Christenthum die Rede. Wir erwähnen nur, daß Herr Ph. im Islam „das HerauStreten der religiöse» Idee aus dem Judenthum in das morgenländische Heidenthum" (p. 125.) erkennt, ihm aber eine mindestens ebenso starke Vermengung derselben mit heidnischen Elemente» Schuld giebt. Da auch nach Herrn Ph. der Islam für die Entwicklung der Gegenwart nicht in Betracht kommt, so übergehen wir ihn hier gänzlich, ohne uns auf die Behauptungen des vr. PH. weiter einzulassen.