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Dibre Emeth · 1847-11-01 · Heft 11 (November 1847) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
3 (1847)
Issue
Heft 11 (November 1847)
Date
1847-11-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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184 ja die Idee sei' der Form ganz unterlegen und die persönliche Geistesfteiheit ganj in die Gesetzesverpflichtung aufgegangen, (p. 153.) das Gesetz sei nur nach der Auslegung der Gelehrten für bindend angesehen, es sei mit einem Zaune umgeben worden, habe sich hundertfach vermehrt und Richtungen genommen, die nicht im Mosaismus lagen, (p. 93.) Aber der Talmud habe doch den Volksbestand erhalten, und als tiefen Kern die volle religiöse Idee bewahrt, (p. 151.) Diese Bewahrung der religiösen Zdee in ihrer Ganzheit sei aber nochwendig gewesen, da sie vorerst in die allgemeine Menschenwelt nur noch theilweise dringen konnte. Dies theilweise Hinaustreten sei nun durch das Christenchum und den Islam und durch die Zerstreuung der Juden durch die Welt vollbracht worden. (p. 94.) Dies führt denn in der 7. Vorlesung zur Besprechung des Christenthumes. Er erkennt seinen Ursprung als Versuch, die Zdee dem formalen Lebensgeseße gegenüber wieder zur Geltung zu bringen, ein Versuch, der dem Christenthume darum im Zudenthume nicht gelungen sei, weil es nichts Neues au Ideen zu bieten hatte, und die bekämpfte Ausartung des Formgesetzes für die zukünfüge Existenz Israels nochwendig war. Darum, vom jüdischen Leben zurückgestoßen, habe es ganz einseitig die Idee verfolgt, und in ihm sei ihr Bruch mit dem Leben vollendet worden. Daher habe es sich von dem schlechten Diesseits ganz zurückgezogen und sich in ein Jenseits geflüchtet, habe somit sich alles Einflusses auf die Gestaltung der Gesellschaft begeben. So sei es, aber in Gegensatz mit dem Mosaismus getreten, noch viel mehr aber, als es sich innerhalb des Heidenthums selbständig entfaltete. Denn nun sei es durch heidnische Elemente inficirt worden, deren Folgen die Dogmen von der Erbsünde und der Dreieinigkeit, des stellverttetenden Todes des Gottmenschen u. s. w. wären. Diese Verschmelzung der cheilweisen religiösen Zdee und der heidnischen (oder wie Herr Ph. in gleichem Sinne sagt: menschlichen) Idee sei nochwendig gewesen, um die religiöse Idee überhaupt in die Menschheit zu bringen; doch hätte zur Bewahrung

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