Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 11 (November 1847)
- Date
- 1847-11-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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180 Machen wir zurrst unsre Leser mit dem Inhalte der „Vorlesungen" bekannt, um uns dann zur Besprechung der hauptsächlichsten Punkte anzuschicken. Die Entwicklung der religiösen Idee soll dargestellt werden. Da diese nun anerkannter Maßen im Zudenthume ihren Ursprung gehabt und diesen ihren Stamm nie aufgegeben habe, so ist ihre Geschichte, Geschichte des Zudenthums. (p. 1.) Die Gegenwart frage alles nach der Berechtigung seines Bestandes; mithin müsse dasZudenthum, welches „auf einen großen geräumigen Platz in -et Menschheit, auf eine tiefe bedeutsame Stimme im Bereiche der Menschheit Anspruch habe," welches die einzige Erscheinung fei, „die sich bis setzt über alle Zeiten des Menschengeschlechtes gelegt und -urch alle Zeiten lebendig geschritten sei," seine Würdigkeit, seinen Werth, seine Nochwendigkeit erweisen. Man könne aber nicht ohne Weiteres sagen, was Zudenthum sei. Denn wiewohl es ln seinem innersten Wesen einheitlich sei, so sei es doch in sehr verschiedenen Gestalten aufgetreten. Soviel wird vorerst fest gestellt, daß es den ganzen Menschen in allen seinen Beziehungen als Einheit begreife, daß es ohne auf seinen Gegensatz, d. h. ohne auf das Heidenchum, Christenthum und deir Zslam Rücksicht zu nehmen, unverständlich sei, und daß es, weil „in ein bestimmtes Gefäß, den jüdischen Stamm, die Zudenheit," (src!) gethan, von diesem Träger mannigfaltige Einflüsse erleiden, wie eS hinwiederum auf die Schicksale der Zudenheit bestimmend einwirken mußte. Danach ergebe sich der Gang der Untersuchung; es müßten die vier Epochen des Zudenthums dargestellt, es müßte gezeigt werden, wie es eine Strömung auf die Welt gewonnen, wie es im Christenthum und Zslam einen Theil seiues Inhalts der Welt abgegeben und fort existirt habe, um seinen ganzen Gehalt der zukünftigen Menschheit zu bewahren. Dadurch sei es in Kampf gegen die zerstörende und die widerstrebende Welt gerathen, und dieser Kampf mache den Charakter der jüdischen Geschichte, „der glorreichsten und ruhmreichsten in der Menschenwelt" aus.