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Dibre Emeth · 1847-09-01 · Heft 9 (September 1847) · page 13

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Journal
Dibre Emeth
Volume
3 (1847)
Issue
Heft 9 (September 1847)
Date
1847-09-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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157 chum dorten war, nie etwas von Religionsverfolgungm gewußt hätte. Wurden die Juden und Christen in den ersten Jahrhunderten des Christenthums nicht auch im Morgenlande verfolgt? Hatte man nicht die Christen ebenfalls angeklagt: sie müßten Blut "haben? Haben nicht im Morgenlande viele Juden an den Christenverfolgungen Theil genommen? Wir aber wissen wohl zwischen jenen Juden und dem Zudenchume zu unterscheiden. Und waren es nicht evangelische Christen, Missionaire, die in der häßlichen, wahrhaft satanischen Geschichte von Damaskus das Wort der Bercheidigung für das verfolgte und mißhandelte Israel führten? Wir könnten hier enden; allein auf derselben Seite 327. versucht der Herr Doctor, dem Christenthum gelegentlich einen Seitenhieb zu versetzen und das rabbinische Judenthum weit über dasselbe zu erheben; denn dorten wird berichtet, daß in England so Biele im Volk nicht lesen können und keine Kennmiß von Christus haben, während jeder Jude lesen könne und Gott kenne. Wir stehen keinen Augenblick an, nicht blos dem Alten Testamente das Wort zu reden, sondern auch zuzugestehen, daß das rabbinische Judenthum oft und viel für Schulen sorgte; allein nicht so allgemein, wie uns Herr Philippson glauben machen möchte; denn man gehe nach Polen, nach der Berberek und man wird Massen von unwissenden und ununterrichteten Juden finden, eben so in der Moldau, Wallachei und Türkei. Und mit der Kenntniß Gottes, ach wie sieht es da selbst unter unser» deutschen Juden aus! Wie viele verstehen ihre hebräischen Gebete Nicht! Sie sagen die schönsten Bibelstellen täglich her, wie jene am Anfänge angeführte aus Hoseas, ohne nur den herrlichen Sinn der Worte zu ahnen. Wahrlich! der Rabbiaismus, der auf das Volk verächtlich herabsieht, das weibliche Geschlecht als eine Waare behandelt — den Rabbi zum Stellvertreter Gottes und die ganze Religion zum leeren Ceremoniendienst macht, hat keine Ursache sich in die Brust zu werfen und das Christenthum zu entstellen; sondern hat vielmehr Ursache, sich vor Gott zu demüthigen, für so vieles Gute, das ohne seine Schuld »och in Israel ist, Gott zu danken, und die Juden haben es au-

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