Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 9 (September 1847)
- Date
- 1847-09-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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; IST schm Worte, welches als Zeugniß von Christo Geist und Lebe« ist,: hat denn die Kirche ihren sichtbaren Einigungspunkt. „Zn der . ersten Zeit, wo die Einigkeit der Kirche glänzender als je Hervortrat, hat kein Bischof, kein geistlicher Oberhirte sie zusammengehalten, sondern die gemeinsame, von allen anerkannte und bekannte Wahrheit der Apostel machte aus Juden und Heiden, aus den verschiedenartigsten Menschen eine einzige allgemeine Kirche Gottes auf Erden *)." Der im apostolischen Worte des N. T. verkündigte Christus ist der Mittelpunkt der Kirche; zu ihm stehen alle Gemeindenwelche unter dem Himmel sind, in derselben lebendigen Beziehung, und von dem Maaße dieser Beziehung hängt ihre Theilnahme an der Kirche, an seinem Leibe ab. Daraus ergiebt sich nun ganz von selbst das andere, was der Kirche wesentlich ist. Hat sie. einen geistigen, wahrhaft einigenden Mittelpunkt, so hat alles Aeußerliche sein Recht und seine Bedeutung verloren. Darum kgn« es nicht mehr auf äußerliche Satzungen und Gebote an« kommen, darum gilt nicht mehr Beschneidung und Abstammung von Abraham, darum bedarf es keines gesetzlichen Zaunes mehr, um eine Einheit in einem Volke zu erzeugen: denn es sind nun mancherlei Gaben, aber es ist Ein Geist; es sind mancherlei Aemter, aber es ist Ein Herr; es sind mancherlei Kräfte, aber es ist Ein Gott, der. da wirket Alles in Allem. (1. Cor. 11, 4 — 6.) So bedarf es auch keiner levitischen Priester und Mittelspersonen mehr: denn ihr seid, redet Petrus uns Christen an, das auserwählte Geschlecht, das königliche Priesterthum, das heilige Volk, das Volk des Eigenthums, daß ihr verkündigen sollt die Tugenden dessen, der euch berufen hat von der Finsterniß zu seinem wunderbaren Licht. So ist iw Christo das Panier aufgrsteckt, um welches allein sich die Völker schaaren können. Denn nun haben Zuden und Heiden in Einem Geist den Zugang zum Vater, und die Heiden sind nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Bürger mit den Heiligen und Gottes Haus- *) Löhe, drei Bücher von der Kirche, x. 17.