Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 9 (September 1847)
- Date
- 1847-09-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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fprkche, andrer zu gefchwetgen, lassen uvdeutlich die Stellung erkennen, welche Christus in dem durch ihn aufturichtenden Reiche Gottes sich selbst beilegt. Es stellt sich auch hier bas Dilemma, daß entweder Christus der war, der zu sei« er behauptete, und die Erfahrung so vieler Millionen Christen, welche mit den Aposteln riefen: „Christus ist mein Leben. Nicht ich lebe, sondern Christus lebet in mir," — Wahrheit ist, oder daß Christus ein trüglicher Schwärmer und die Seinen Betrogene find; — eine Annahme, gegen die schon das Dasein einer lebenskräftigen Kirche durch alle Jahrhunderte laut redend genug zeugt. Christus also ist der Einigungs- und Einheitspunkt der Kirche; er ist das Haupt des Leibes, der Eckstein des ganzen Gebäues, auf welchem es ruhet, und ohne welchen die einzelne« Steine herausfallen müßten. Zn ihm und mit ihm auf ewig verknüpft, wächst der Bau zu einem heiligen Tempel Gottes. Dieser geistige Christus ist aber im apostolischen Worte zu finden. Denn das Wort der Apostel, das vom-Herrn selbst beglaubtigte und befohlene Zeugniß seiner Jünger, ist das Mittel, wodurch die Kunde von ihm zu allen Menschen gelangt. Denn er spricht: „Wer euch höret, der höret mich." Luc. 10, 16. Ohne dies Wort ist es unmöglich zu Christo zu kommen. Darm« halten wir mit Luther (Art. Smalc. III., 8.) daran und sagen : Zu diesen Stücken ist fest darauf zu bleiben, daß Gott Niemand seinen Geist und seine Gnade giebt, ohne durch das oder mit dem vorhergehenden äußerlichen Wort, damit wir uns bewahren vor den Geistern, so sich rühmen, ohne das Wort und vor dem Worte den Geist zu haben und darnach die Schrift oder das mündliche Wort richten, deuten und dehnen ihres Gefallens wie der Münzer that, und noch viele thun heutigen Tages, die zwischen dem Geist und Buchstaben scharfe Richter sein wollen und wissen nicht, was sie sagen oder ftße«. Denn das Papstthum ist auch eitel Schwärmerei, darin der Papst rühmt: Me Rechte find im Schrein seines Herzens, und was er Mt feiner Kirche urcheilt und heißt, das soll Geist und Recht sein, wenn es gleich über und wider die Schrift »st." Zn diesem apofioli-