Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 9 (September 1847)
- Date
- 1847-09-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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150 v Es kann nicht nachdrücklich genug hervorgehoben werde«, -aß die Kirche in Jesu Christo ihren Grund und Einiguugspunkt hat. Denn von dieser geschichtlichen Grundlage, daß Jesus von Nazareth der den Vätern verheißene Messias ist, — einer Grundlage, die niemand bestreiten kann — ist ihr Dasein ausgegangen, indem diejenigen, welche ihn als solchen anerkannten und diesen ihren Glauben bekannten, von der Masse des jüdischen Volkes, welches ihn verwarf, sich aussondertm. Das war die Thatsache, mit deren Verkündigung die Apostel zu dm Heiden ausgingen; Paulus wußte unter ihnen nichts <üs Zesum den Gekreuzigten allein. Der Glaube aber an diese Thatsache, sofern er eben wehr ist als bloße Anerkennung ihrer Wahrheit, sondern wesentlich Vertrauen, Anerkennung im Verstände, im Herzen und im Gemüthe, kann nicht ohne sittliche, den Willen bestimmende und heiligmde Kraft sein; daher denn die christliche Kirche sich sofort als Gemeinschaft der durch den Glauben an Chnstum Geheiligten darstellt. Ein jeder tritt ja in ein persönliches Verhältniß zu ihm, und nur insofern er die Kraft scknes göttlichen Lebens durch den heiligen Geist empfangen hat, gehört er ihm an. Christus ist das Leben der Einzelnen, und hie Einzelnm, welche in ihm eins, sich zu einer Gemeinschaft zusammenschüeßen, bilden. den Leib oder die Kirche Christi, — einen Bund, dessen Seele er ist. Denn wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind, da ist er mitten unter ihnen; und wie die Seele den ganzen Körper belebt und beseelt, so geht von ihm, vermöge des engsten und innigsten Zusammenhanges wie zwischen Weinstock und Reben, das Leben in alle Gleider. Mach. 18* 20. Zoh. 15, 1. 4 —8.) Schon die Aussprüche des Herrn, in denen er auf die Verbindung mit -ihm dringt und auf seine Person ein Gewicht legt, wie nie vor und nach ihm ein Mensch gethan, — wenn er sich den einen Meister aller nennt, ohne den die Jünger nichts thun könnten, wenn er bei Onm alle Tage bis an der Welt Ende zu sein verheißt und W M den Einen Hirten darfiellt, unter dem Alle, Aidev nnd Heide», sich zu Einer Heerde sammeln würden; — schon diese Aus-