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Dibre Emeth · 1847-08-01 · Heft 8 (August 1847) · page 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
3 (1847)
Issue
Heft 8 (August 1847)
Date
1847-08-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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139 dings Grund und Boden im wahrhaften Judenthum habe und sich nicht durch lichtfreundliches Räsonnement oberflächlich hinweg demonstriren lasse. Und diese Ansicht, sie blieb die vorherrschende der Regierung, wird es nicht minder die des Volkes bleiben; die Konsequenzen sie folgen aus sich selbst." Das find nun fteilich sehr verschiedene Anfichten, welche die Juden über ihre Religion und demnach auch über ihre Emanzipation haben. Welche von beiden aber die richtige ist, darüber kann der keinen Augenblick zweifelhaft sein, welcher nur einigermaßen mit der heiligen Schrift, mit den Lehren des Thalmuds und den jüdischen Gebeten bekannt ist. Die heilige Schrift weiß von keinem andern Vaterlande der Juden als von Palästina. Der Herr verhieß Abraham, Zsaak und Jakob, daß er ihrem Samen dies Land zum Eigenthume geben wolle; 1. B. M. 12, 7. 13, 15. 15, 18. 24, 7. 26, 3. daher denn auch die heilige Schrift die Juden stets Fremdlinge in Egypten nennt, obschon sie länger als 200 Jahre darinnen wohnten, und der Herr zu Mose sprach, als Israel im Begriff war das Land einzuuehmen, daß er es den Kindern Israel zum Eigenthume geben werde. 5. B. Nk. 32, 49. Und wenn die Schrift von der Zerstreuung des Volkes Israel unter alle Völker der Erde redet, so sagt sie kein Wort davon, daß die zerstreuten Juden diese Länder als ihr Vaterland ansehen sollen, vielmehr sagt sie ausdrücklich, daß sie Knechte und Mägde sein werden in fremden Ländern bis der Herr sie wieder in ihr Land zurück führen werde. Vergl. 3. B. M. 26. und 5. B. 28. Jes. 11, 11 rc. Hes. 11, 16 «. 28, 25. 26. Sach. 8. und andere Stellen mehr. Ebenso wird auch im Thalmud Palästina als das Land des Volkes Israel angesehen, ünd die Juden haben von jeher nicht nur auf ihre Erlösung aus den fremden Ländern und auf die Zurückführung in ihr eigenes Land geharrt und gehofft, sondern auch darum gefleht. Wer nun dies Land aufgiebt als sein rechtes Vaterland, kann der noch ein Jude sein, ein wahrer und ächter Jude? Was sagt die Schrift? In Psalm 137, 5. lesen wir von den gefangenen Juden in Babylon, daß sie gesprochen: „Vergesse

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