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Dibre Emeth · 1847-08-01 · Heft 8 (August 1847) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
3 (1847)
Issue
Heft 8 (August 1847)
Date
1847-08-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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133 sind Zweige derselben Wurzel. Ob auch darum die „vom jüdischen Aberglauben Angesteckten" zu mehreren Malen aus Rom verbannt wurden, ob auch die „Aufgeklärten" spotteten und höhnten, und mannigfache Edikte und Verbote erlassen wurden, die Synagogen wurden doch zahlreich von den Heiden besucht, unddie Zahl der Zudengenossen mehrte sich, besonders unter den Frauen. Waren doch nach dem Zeugnisse des Zosephus in Damaskus fast sämmtliche Weiber dem jüdischen Glauben ergeben. Und wenn man um die Zeit der Geburt Christi, wo man in Israel der baldigen Erfüllung der Verheißungen mit Sicherheit entgegen sah, und die Messiashoffnungen sich zu einem ungewöhnlichen Grade gesteigert hatten, in der Heidenwelt sich mit der Erwartung trug, „daß, um mit den Worten eines Heiden zu reden, Leute von Judäa ausgehend sich der Weltherrschaft bemächtigen würden/") so glauben wir darin den Einfluß der Synagoge zu erkennen, wodurch der unbestimmten Sehnsucht nach etwas Besserem ein bestimmtes Ziel gegeben war. So war es also nach den Gesetzen die Bestimmung der Synagoge, das Mittel für das Bundesvolk zu sein, wodurch es die ihm angewiesene Anbahnung des erscheinenden Heiles vollenden sollte. Als der Verheißne erschien, war diese Vorbereitung beendet; der Monotheismus stand unter den Juden fest und hatte in allen Theilen der Welt seine Anhänger. Auf diesem Boden begann Christus sein Werk; auf ihm führten es seine Jünger weiter. Wie Johannes in Israel, so war die Synagoge unter den Heiden die Stimme eines Predigers in der Wüste gewesen: Bereitet dem Herrn den Weg! Stimmen der Inden für und gegen ihre Cmanzipation. Das neue Zudengesetz, das dem vereinigten Landtage zur Begutachtung vorgelegt wurde, hat die Aufmerksamkeit der Juden *) Ut Judaea profecti verum potirentur. Sueton. Vesp. c. 4, Tac. Hist. V., 13. 1 r

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