Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 8 (August 1847)
- Date
- 1847-08-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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13t legen und damit das Reich des Gesalbten Gottes, des wahre» Weltherrschers, schließlich vorzubereitcn. Dazu bedurfte es erst der schweren Gerichte des babylonischen Exils, dazu mußte Israel erst als Bolk sterben, als es des Landes seiner Väter beraubt ward, um an den Wasserfiüssen Babylons die Gerechtigkeit der göttlichen Gerichte erkennen zu lernen. Seitdem Fallen der Menschen Art geworden, seitdem ist der Durchgang durch den Tod für sie die unerläßliche Bedingung des Hindurchdringens zu einem höhern Leben geworden. So mußte auch Israel sterben, unter den größten Schmerzen und dem herbsten Wehe zu der Stufe gelangen, wo es den letzten Theil seiner Aufgabe erfüllen, wo es die Heiden mit seinem Glauben und seinen Verheißungen bekannt machen und auch ihnen den Weg zu dem Heile, das aus seiner Mitte kam, bereiten sollte. Wir haben schon oben gesehen, wie das Zuchtmittel des Exils seine Frucht getragen, und nun der vorher stets wankende Boden des Glaubens an den wahren Gott eine solche Festigkeit gewonnen hatte, daß es zur Zeit der syrischen Könige der äußersten Gewaltmaßregeln bedurfte, um nur Einzelne zum Heidenthum zu bringen, während die Masse zum maccabäischen Heldenkampfe um seines Glaubens willen entfiammte. Die Bedingung zur Erfüllung der letzten Aufgabe war vorhanden. Wir haben nun noch hinzuzufügen, daß durch jmes große Gericht zugleich auch die Zerstreuung Israels über die Erde begann, daß sie nun, wenn auch als Vertriebene und Verbannte, den Zeugendienst für den ewigen Gott thun mußten, zu dem sie berufen waren. Denn wenn auch die Juden schaarenweise nach Palästina zurückkehrten, so blieb doch ein bedeutender Theil unter den Heiden zurück und verbreitete sich über alle damals bekannten Länder. Der feste Zusammenhang, in welchem sie mit Jerusalem, als dem Mittelpunkte, blieben, — denn sie kamen nicht nur alljährlich aus allen Gegenden zu den großen Festen zum Tempel, (Act. 2, 9—11.) sondern gaben auch ihre Angehörigkeit zu demselben durch fortgehende Zahlung der Tempelsteuer äußerlich zu erkennen — erhielt auch die Zerstreuten dem väterlichen Glauben so treu, daß der jüdische Glaube den alten