Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 8 (August 1847)
- Date
- 1847-08-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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127 13, 14. Mar. 5, 35. Act. 18, 17.), welchem die Leitung sämmtlicher innerer Gemeindeangelegenheiten oblagt Ihm zur Seite stand aber ein Collegium von Aeltesten (Luc. 7, 3. Mrc. 5, 22.), ohne deren Beirath jener nichts von Bedeutung unternehmen durfte. „Fürchterliche Strafen des Himmels — so wurde ihm oft zugerufen — würden ihn treffen, wenn er sich über seine Collegen oder über seine Gemeinde erheben möchte." (a. a. O . p. 293.) Diese Aeltesten hatten über Ordnung und Zucht in den Versammlungen und über die Armenpflege zu wachen. Außerdem werden noch der rpHlJf / der als Borbeter in der Synagoge thätig war, der Aufwärter jjn (Luc. 4, 20.) und die Almosensammler np*ii£ 'iOl erwähnt. Es ist fteilich über die amtlichen Verpflichtungen der letzteren noch manches nicht gehörig aufgehellt, doch können wir, die nähere Untersuchung Kundigeren überlassend, für unfern Zweck uns mit der bloßen Anführung begnügen. Auf diese Weise bildete sich das Institut der Synagoge aus, und sehen wir noch vorläufig von ihrer Verbildung, wozu alle Keime in der Entwicklung des israelitischen Geistes nach dem Exil schon lagen, ab, nur an die Mittel denkend, so weit sie zur Erreichung des guten Zweckes dienen konnten, so können wir wohl dem Philo Recht geben, wenn er sagt: „Was sind die Bethäuser in dm Städten anders als Lehrstätten der Weisheit, Mannhaftigkeit, Besonnenheit und Gerechtigkeit, der Frömmigkeit und Heiligkeit?" Denn das Gesetz Gottes kann nur denen eine Leuchte auf ihren Wegen sein, nur die können daran sich halten, um unsträflich zu wandeln, welche wissen, was es fordert. Und Kunde des Gesetzes ward ohne Zweifel durch sie verbreitet. Doch mit dieser Kenntniß der äußerlichm Verhältnisse der Synagoge ist noch wenig für die Einsicht in die Stellung gewonnen, die sie nach göttlichem Rathschlnß in der Entwicklungsgeschichte des dem Volke Israel anvertrauten Reiches Gottes einnahm. Wie verhält sie sich zum Tempel in Jerusalem? wie zu der Aufgabe, die das Volk Israel in dem Zeitalter ihres Blü- 10*