Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1847)
- Date
- 1847-07-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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nicht ohne Hefe Beziehung ist es, wenn Zakob die Stätte, wo ihm Gott erschienen war, zu einem Bech-El, einem Hause Gottes Weiht, (1. Mos. 28.) und nach seiner Rückkehr durch Erbauung eines Altars und durch Vernichtung aller fremden Götzen bie Weihe des Ortes erneut, als einer Stätte, wo er und sein HavS den Herrn gemeinschaftlich verehrte. Glaube und Frömmigkeit bleiben sich zu allen Zeiten in ihren wesentlichen Erweifmigen gleich; wie sie noch heute den Hausvater vermögen, sich mit seiner ganzen Familie zum gemeinschaftlichen Lesen des Wortes Gottes und zum Gebet zu vereinen, so war auch religiöse Belehrung und Gebet im Volke Israel eine von den Erzvätern her ererbte Sitte. Darum vermögen wir auch nicht, uns das Volk selbst in Egypten ohne jede religiöse Belehrung, um nicht zu sagen, ohne eine irgend wie geregelte gottesdienstliche Ordnung zu denken, wie dmn Spuren einer Gemeindeverfassung in den 2. Mos. 3, 16. 18. erwähnten Aeltesten vorliegen. Weißt nicht die selbst im Lande der Knechtschaft nicht unterlassne Beschneidung (Zosua 5,-/5.) darauf hin? Sonst wüßten wir nicht, wie Israel seine Nationalität, seine geschichtlichen Ueberlieferungen, die von Gott den Vätern gegebenen Verheißungen bewahren konnte. Daß also schon vor MoseS ein Zusammenschließen der einzelnen Familien zum Zwecke religiöser Belehrung und gemeinsamen Gebetes — und das ist ja das Wesentliche der Synagoge— statt gefunden hat, ist danach mehr als wahrscheinlich.*) Es erwächst nun die weitere Frage, wie sich diese religiöse Belehrung in Palästina gestaltet habe. *) Mit dem Verfasser des Aufsatzes noch weiter zu gehen, und auf die Einrichtung besondrer Häuser für gottesdienstliche Zwecke zu schließen, dazu reichen die Andeutungen nicht aus. , Es wäre möglich gewesen, aber wir wagen es nicht zu behaupten , wie denn über die Form, in der fich jene Belehrungen de« Hausvaters au die Familie bewegte, nichts bekannt ist. Daß Isaak auf da« Feld gegangen war zu beten, (1 Mos. 24, 63.) zeigt nur, daß er einen von dem häuslichen Treiben entfernten, einen stillen Ort suchte, nicht daß er einen bestimmten, ein für alle mal zum Gebet und noch viel weniger zur gemeinschaftlichen Erbauung geweihten Platz hatte Wenn Abraham (1. Mos. 18, 33:) „an seinen Ort zurückkchrte," so steht dies nicht in Beziehung auf v. 22 „er stand vor dem- Herrn" föndmi auf v. IG, auf die Entfernung von seinem Orteals fr hie Männer geleitete.