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Dibre Emeth · 1847-07-01 · Heft 7 (Juli 1847) · page 3

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Journal
Dibre Emeth
Volume
3 (1847)
Issue
Heft 7 (Juli 1847)
Date
1847-07-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Sir ist weder so' alt, noch so jung, als wohl von beiden Seiten behauptet worden ist. Es ist überhaupt ein Zrrthum, wenn man Meint, daß gewisse Institute, welche in einer Zeit mit bedeutender Kraft ins Leben eines Volkes eingreifen, plötzlich wie mit einem Zaubcrschlage entstehen. So hat man sich auch das Auftreten des mosaischen Gesetzes als etwas in seinem ganzen Umfange durchaus Neues und Unvermitteltes gedacht, und aus de»n Vorkommen gewisser Sitten Und Gebräuche in der Genesis, die man als Gesetze erst später ausgesprochen fand, gegen die Glaubwürdigkeit dieses Buches einen sehr voreiligen Schluß gemacht: Sicherlich haben viele bürgerliche und andre Verordnungen des Moses ihren Grund in alt hergebrachter Volksfltke und Bolksthümlichkeit. Nicht-anders, meinen wir, hält es sich mit der Synagoge. Ihre Anfänge, ihre Wurzeln und Keime reichen bis m die ältesten Zeiten hinauf; ihre eigentliche Entfaltung zu der Form, in der sie uns zur Zeit Christi entgegen tritt, fällt eben so gewiß erst in die Zeit nach dem babylonischen Exil. Zn dem erwähnten Aufsatze der „Blätter für Z-raels Gegenwart und Zukunft" sind mit großer Sorgfalt alle Andeutungen der biblischen Geschichte zusammengesteklt, welche auf Erscheinungen führen, an die sich die spätere Synagoge anschließen konnte. Der Verfasser geht von dem unzweifelhaft richtigen Satze aus, daß Gebet und Opfer die älteste und allgemeinste Art der Gvttesverehrung gewesen und sich überall im Alterchume da finden, wo ein spezisisch religiöses Bewußtsein ist, und weißt nach, wie es den durch Glauben und Frömmigkeit ausgezeichneten Patriarchen nahe gelegen haben müsse, die Kunde des Gottes, der sich ihnen kund gethan, insbesondre ihren Kindern und ihrem Hause mitzutheilen. Gewiß waren sie nicht allein Herrm des Hauses und der Familie, sondern zugleich auch Lehrer und Priester derselben. Gott weiß es von Abraham, daß er seinen Kindern und seinem Hause nach ihm Befehl und Unterweisung ertheilen werde, die Gebote Gottes zu halten; (l. Mos. 18, 17.) — deutet das nicht auf religiöse Belehrung, die der Patriarch den Seinen ertheilte, und kann May sich wohl davon gemeinschaftliches Gebet getrennt denken? Und 8»

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