Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1847)
- Date
- 1847-07-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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102 Das Erste, was wir somit zu untersuchen Haben, ist die Stellung, welche die Synagoge zUr Zeit des Erlösers, zur Zeit der ynstrhrnden Kirche Ännahm, um das BechlWH» in welches fie zu dieser faktisch getreten ist, danach würdigen zu können. Zuvor aber muffen wir uns über das Alter und die Entstehung der Synagoge NeHÄWigeV, Md verweisen dazu üuf eiuen lesenswerthen Aufsatz in Bellson'S „Blättern für Israels Gegenwart und Zukunft" 1846 Juli— Oktober, überschrieben: „die Synagoge und die Kirche, die Zeit ihrer Entstehung und Fortbildung und ihre gegenseitigen Verhältnisse," an den wir «ns, Einzelnes weiter entwickelnd und näher bestimmend, ^wa Theil angeschloffen haben. Für das im A. T. nicht selten vorkommende hxrW' - 4np „ die WWeinde Israels^ hat dir Mexandrinifche Uebrrfttzung ^s A. welche bekanntlich auch bei den -Juden in Palästma in hohem Ansehn stand, thells daS Wort «eelesis, theils das Wort Synagoge. Ms zur Zeit Christi hatte sich das letztere schon als Benennung der religiösen Versammlungen und Versammlungshäuser der Juden in den einzelnen Städten festgesetzt; und diesem Umstande ist es wohl beizumessen, daß die Christen im Unterschiede von jene»! ihren Versammlungen den andem Namen beilegten, der dann auch, wie im N. so auch später die alleinige Bezeichnung der christlichen Kirche geblieben ist. So findet es Epiphanius, ein Kirchenlehrer des. 5ten Jahrhunderts, höchst auffällig und darum bemerkenSwerth, daß die bekannte judenchristliche Parchei der Ebioniten ihre Versammlung ebenfalls Synagoge und nicht ecclesia nannte. — Es ist nun seit längerer Zeit darüber gestritten worden, wann die Juden angefangen Haben, in solchen kleineren Versammlungen zum Zwecke gemeinsamen Gottesdienstes zusammenzukommen. Die Einen wiesen der Synagoge em möglichst hohes Alter bei, die Anden» wollten ihr Entstehen, wo mögstch, bis in die maccabäischen Zeiten Hinabdrücken. Weit entfernt unsre Leser rutz den Einzelheiten dieses mit großer Gelehrsamkeit geführten Streites zu langweilen, wollen wir nur den Entwicklungspunkt, den unsrer Anficht nach die Synagoge genommen hat, kurz darlegen.;