Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1847)
- Date
- 1847-05-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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82 -ei jenen Völkern der Südsre, die noch mehr Naturvölker seien, leichtem Eingang finden, als bei den durch Borurtheile geblendeten Zuden. Dies wurde ihm theilweise zugestanden, das Beispiel der Chinesen und Hindu's aber sollte ihm die Ueberwindung gebildeterer Völker zeigen. — Dies war einer der lieblichsten Abende, eine der lieblichsten Erfahrungen auf unserer Reise. Gelobet sei der Herr für eine solche Erquickung. Der Vater aller Barmherzigkeit wolle diese Seele, die nicht ferne vom Reiche Gottes zu sein scheint, ganz zum Sohne ziehen, damit der Sohn sie wieder zieh' zu ihm. — Es wurde uns hier auch recht einleuchtend, wie wichtig-es ist, die Nachrichten von der Ausbreitung des Evangeliums in der Heidenwelt unter den Zuden zu verbreiten. Der Sonntag Abend wurde uns angenehm durch einen nmm Besuch des Lehrers, den wir immer lieber gewannen — Unser Weg führte uns am Montage (den 26sten) nach . . Mit dem Schlächter und seinem Gehülfen, einem jungen Menschen, hatten wir ein ziemlich langes Gespräch, das sich insonderheit auch auf Zes. 11. bezog. Am Abende hatten wir auf unsrer Stube Gelegenheit, mit unserm jüdischen Wirthe, ein paar andern Zuden und dem vorhin genannten jungen Menschen noch mancherlei aus Gotteswort zu reden. — Der Morgen des andern Tages (den 27sten) brachte uns nach . . . . , wo unter den 1600 Einwohner» etwa 250 Zuden sind. Der Zustand derselben ist sehr traurig, vorzüglich unter dem jünger» Geschlechte herrscht überaus große Unwissenheit. Gegenwärtig ist schon seit längerer Zeit kein Lehrer vorhanden. H. sprach mit dem Schlächter in dessen Wohnung, wobei noch einige Zuden zugegen warm. Gegen Abmd redete ich vor unserer Thür mit einigen, und wußte die Unwiffmheit und Leichtfertigkeit bemerken, besonders bei einem jungeu Mensche». Wir nölhigten sie hereinzukommen, und durch einige später Hinzutretende wurde die kleine Versammlung vermehrt, so daß wir im Ganzen mit 10 — 12 Juden gesprochen habe«,— Mittwoch (den 28sten) gegen Mittag langten wir in .... an, wo etwa 500 Zuden leben. Wir wußten nicht, daß an dem Tage grade Schulprüfung in der jüdischen Schule war»