Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1847)
- Date
- 1847-05-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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8 t eine Privat - Synagoge und erhielten dort Gelegenheit zn einer Unterredung. — Am Abende war eine kurze Zeit der Oberlehrer bei uns, verließ uns aber ziemlich bald, da er abgerufcn wurde. Desto unvergeßlicher bleibt mir die Freude, die der zweite Lehrer 'uns durch seinen Besuch bereitete. — Es wurde bei unserer Unterhaltung davon ausgegangen, wie die Kenntniß des Ebräischen bei den Juden jetzt auf eine bedauerliche Weise immer mehr in Verfall gerathe, und wie damit der Verfall des thalmudischen Judenthums zusammenhänge. — ,.Wir erwarten, sagte der L., daß, wenn das Volk wieder in Palästina sein wird, dann ein Mann, ein Führer das Volk sagen wird, ob die alten Ordnungen, Opfer u. s. w. wieder aufgerichtet werden sollen." — H. Der Mann, der rechte Führer des Volks hat mit Einem Opfer in Ewigkeit vollendet, die geheiligt werden, und dadurch alle Opfer abgethan. — H. legte ihm die Frage vor, ob nicht die Verbreitung der Gotteserkenntniß durch Jefnm und seine Apostel ein schlagender Beweis für die Mesfiaswürde sei (mit Beziehung auf IG 2.) — „Die Juden waren, entgegnen der L, zu gedrückt, als daß sie hätten ihre Religion ausbreiten können." — Wir erwiderten: Die christliche Kirche wuchs und blühte grade unter den heftigsten Verfolgungen am meisten.— Anknüpfend an Jes. 2, 4. (Verwandlung der Schwerter in Pflugschaaren), las ich ihm aus Past. Besser's Schrift „Der Missionar und sein Lohn" einige Abschnitte vor: von Tupe, dem Diakon; dem frühern und dem gegenwärtigen häuslichen Zustande, und dem Missionseifer der Heidenchristen. Er wurde durch diese Thatsachen tief bewegt, so daß ihm fast die Thräuen in die Augen traten. Dann rief er aus: „Das sind herrliche Zeugnisse von dem Segen, den das Christenthum gebracht hat. Wenn lauter solche Christen um uns wären, wie ganz anders würde es um die Juden stehn!" H. theilte ihm noch aus der Dibre Emeth (Jahrg. I. Ny. 12.) einen Brief von Gützlaff mit, über den Sieg des Evangeliums in China; der Lehrer meinte nehmlich, das Christenthum könne