Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 4 (April 1847)
- Date
- 1847-04-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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bl mich noch entsinne, suchte ich ihm die Unrichtigkeit seiner Auslegung aus dem Inhalte der beiden Verse selbst darzuthun. — Auch Irrem. 31. vom NLNN (neuen Bunde) ward in die Bettachtung hineingezogen. — Sein redlicher Eifer gewann ihm unsre Zuneigung. — Bei meiner Predigt am Nachmittage Hane ich an etwa 20 alten Juden und vielleicht 40 jungem Leuten nebst eben so viel Ehristen eine aufmerksame Zuhörerschaft. — Mit vier jüdischen Knaben, die sich nachher bei uns einstellten, hatte ich Gelegenheit die Predigt zu wiederholen; ich sprach mit ihnen über die Bedeutung des Versöhnungstages und das Gebet an demselben, und über das einzig mögliche Sühnopfer, das vom Messias gebrachte (Zes. 53.); stellte neben die Weissagung: „Er that seinen Mund nicht auf" — die Erfüllung bei Christo, von dessen Leidensgeschichte ich das betreffende Stück vorlas; neben das Wort: „Er Hai kein Unrecht gethan u. s. w." Jesu Frage: Wer kann mich einer Sünde zeihen? und Pilati Zeugniß, so wie die nicht übereinstimmenden Aussagen der falschen Zeugen. — Auch hier mußte ich wieder auf die Frage antworten: „Warum sagt er denn aber Eli Eli lauia asabthani?"— (Der eine Knabe wußte ganze Stücke aus der neutestamentlichen Geschichte auswendig.) — Die Betrachtung der Leidensgeschichte führte uns zu dem Ausruf des Volkes: „Sein Blut komme über uns und unsreKinder! und zur Erfüllung dieses Worts durch Jerusalems Zerstörung und Israels Zerstreuung in alle Welt. Die Stelle Hosea 3, 4. 5., welche den Zustand Zsraelsnachjenem Gerichte Gottes schildert, bot schließlich Beranlassung, die Knaben zur Rückkehr zu dem Herrn und seinem Gesalbten zu ermahnen. — Möge der Herr die jungen Seelen segnen! — Bald nachher kam mein Freund von ..... zurück, und katechisirte mit vier andern jüdischen und christlichen Knaben, die kurze Zeit nachher eintraten, in ähnlicher Weise. Während er noch mit der Vorlesung von Matth. 26. und 27. beschäftigt war, erschien der Lehrer in Begleitung des Bochers, und wandte sich an H. in ziemlich hochfahrendem Tone: „Ich will Ihnen nur