Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 3 (März 1847)
- Date
- 1847-03-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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46 Orte zu bleiben, konnten wir zwar nicht erfüllen, gab uns aber Anlaß, den Herrn zu loben, der die Herzen geneigt gemacht hatte, zu hören. — Der Prediger in . . . wohin uns der Weg am Montage früh den 5ten führte, zeigte sich zwar freundlich und wohlwollend, aber auch nicht geneigt, uns seine Kirche zu öffnen: „Weil er erst seit ein paar Zähren am Orte sei und noch nicht Veranlassung gehabt habe, mit seinem Superintendenten über diese Angelegenheit zu sprechen, müsse er zuvor Erkundigung einziehcn." — klebrigenwar er auch der Meinung, daß die Benutzung der Kirche zu einer Missiovspredigt für die Zuden in seiner Gemeine, die noch zu ungebildet sei, einen Auftuhr erregen könne. Unsere Erfahrung in dieser Superintendentur rief mir Apostelgeschichte 16, 6. in's Gedächtniß: „Da sie aber durch Phrygien und Galatien zogen, ward ihnen gewehret von dem heiligen Geiste, zu reden das Wort in Asien." — Wir eilten noch denselben Nachmittag nach .... Der dortige Prediger kam uns mit der Frage entgegen, ob nicht einer von uns predigen würde? — Auf dem durch das Zudenviertel führenden Wege vom Gasthof zur Kirche, die außerhalb der Stadt liegt, begleitete uns (am Dienstage den 6. „dem Laubhüttenfest)" ein Haufe Zudenknaben mit lautem Geschrei und Schimpfwörtern. Bon den ältem Leuten, die bei dem angenehmen Wetter sehr zahlreich vor ihren Häusern saßen oder standen, riefen einige, aber nur mit halbem Ernste, ein Stille! zu, andere lachten. — Zu unserer großen Freude aber hatten wir, während es Anfangs schien, als würde fast Niemand in die Kirche kommen, etwa 120 Zudm zu Zuhörern. -- Am Mittwoch den 7. tönte uns, als wir die Stadt verließen, als Abschiedswort der Zugend eins von dem Schimpfwörtern nach. Als wir in ... am Abende in den Straßen aufuud abwandeltrn, geriethen wir in ein Gespräch mit mehreren Zuden, die vor einem Hause zusammenstanden. Einer von ihnen erzähle uns als Augenzeuge den (in derBresl.-Zeit. Nr. 257 vom 1.Nov. vielleicht von eben denselben mitgetheilten) Vorfall am