Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 3 (März 1847)
- Date
- 1847-03-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2554541-2554570-2554574--00519-2556309- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
45 unfern Munde geht, und wollen Melechet des Himmels räuchern und derselben Trankopfer opfern, wie wir und unsere Väter, unsere Könige und Fürsten gethan haben". . . . DasUrtheil des Herrn über sie, die nicht klüger sein wollten, als ihre Väter, spricht der Prophet in v. 21 — 23 auS. — Wenn die Kinder dereinst auch sagen wollten: Wir bleiben, wie unsere Väter gewesen sind, so würde nie die in Hos. 3, 4. 5., Sach. 12, 10 k. verheißene Bekehrung des Volks eintretm. — . Am Sonntag Nachmittags und Abends hatten wir abermals eine mehrstündige Unterhaltung mit dem Schlosser und einem jungen Manne, der sich zum Schulamte vorbereitete. — „Wo Andere htnkommen, will ich auch hinkommen," tröstete sich der Schlossermeister. Antwort: Der reiche Mann im Evangelium Luc. 16, das ihm vorgelesen wurde, mochte, wenn ihn etwa dann und wann ein Gedanke an den Tod beunruhigte, sich wohl auch mit jenem Tröste getröstet haben; aber, „in der Pein und Qual" hat die Selbsttäuschung ein Ende, und seine Brüder will er nicht bei sich haben. „Moses und diePropheten" seien dm Kindern Israel zu Wegweisern gegeben, damit sie nicht an den Ort der O-ual kämen. Hierauf las ich ihm die Rede des Apostel Paulus in Antiochien, Apost.-Gesch. 13, 15. re., vor. — Der Schlosser: „Zn der Th orah (5. Mos.13.) wird vor Verführung durch einen falschen Propheten gewarnt." Christus hat nicht zu fremden Göttern verführt; der Zudm Gott ist auch unser Gott — das war der Kern der Antwort, so oft wir mit dieser Stesse bekämpft wurden. — Mit dem jungen Manne entspann sich ein langer Disput über Psalm 2, dm er durchaus auf einen bloß menschlichen König beziehen wollte, trotzdem, daß in v. 2, wo die Könige der Erde sich empören, und v. 8, wo die Enden der Erde dem Gesalbtm als Eigenthum geschenkt werden, eine so ausgedehnte Herr-, schast und Macht beschrieben wird, wie sie auf keinen gewöhnlichen König paßt. — Die Gespräche am Abend zogen sich bis in die Ute Stunde hinein. Die mehrfach gethane Bitte, das Laubhüttenfest über am