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Dibre Emeth · 1847-03-01 · Heft 3 (März 1847) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
3 (1847)
Issue
Heft 3 (März 1847)
Date
1847-03-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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u perintendentür. An 3 Orten wurde uns die Kirche zur Missionspredigt für Israel verweigert.— Bei dem ersten Prediger lautete der Grund: „Es würde Anstoß erregen bei meiner Gemeine, wenn ein so großer Haufen Juden, (er mußte also selbst Zeugniß ablegen, daß wir nicht würden vor leeren Bänken gepredigt haben) in unser Gotteshaus käme und die gemietheten Plätze beschmutzte. Ich werde mir durch nichts das Berhältniß zu meiner Gemeinde stören lassen." :■« Ein Amtsbruder aus der Diöcese bestärkte ihn treulich in seiner Schwäche und erklärte uns, er würde uns seine Kirche, wenn wir einmal seinen Ort besuchen sollten, schwerlich hergeben. — Alle Gegenvorstellungen blieben fruchtlos. — Wer ein Herz hat fiir Israels Heil, wird rinigrrmaßm den Schmerz uns nachempfinden, mit dem wir von ihnen schieden, und bei der schönen Synagoge vorübergingen — den Schmerz darüber, daß gerade diejenigen welche „Hirten der Heerde des Herrn" sein sollen, uns wehrten, den „verlornen Schafen aus dem Hause Israel" die Botschaft des Heils zu verkündigen. Im nächsten Orte, wo wir Sonnabend Vormittag anlangten, wurde uns ebenfalls die Kirche verweigert. Diese Verweigerung that uns darum doppelt wehe, weil wir einige Male von Juden gefragt wurden, ob nicht einer von uns predigen würde. Die Ankunft einiger Juden am Nachmittage führte längere Gespräche herbei. Wir lenkten ihre Aufmerksamkeit besonders auf das Gebet am Berföhnungstage, wo sie bekennen, von dem Messias gerechtfertigt zu werden, weil er ihre Sünden getragen habe,*) und hielten ihnen vor, wie sie selbst nicht glaubten, was sie beteten. — Ein Schlossermeistek, mit dem es sich sehr angenehm reden ließ, steckte sich hinter das Schild: „Soll ich klüger sein als meine Väter?" — Anwort: die Juden sprachen zu Zerm. (Eap. 44,16. 17.): „Nach dem Worte, was du im Namen des Herm uns sagst, wollen wir dir nicht gehorchen, sondern wir wolle« ihun nach allem dem Worte, das aus *) Siehe Nr. 2, S. 35 des 2. Jahrganges dieses Blattes.

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