Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 3 (März 1847)
- Date
- 1847-03-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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43 nachdrücklich, daß sie Mosi und den Propheten nicht glaubeten, im Gegentheil sie zu Lügnern machten.—Der Einwurf vom „Sündigen auf Gnade hin" fehlte auch nicht. — Nachdem das Gespräch in großer Lebhaftigkeit weit über zwei Stunden gedauert hatte, verabschiedeten sich unsere Besucher. Ein Häuflein derselben stand noch eine lange Zeit auf dem Markte, in Unterhaltung vertieft, und am Freitage früh erschien schön gegen 6 Uhr der Lehrer wieder. Die Unterredungen am Tage vorher waren ihm doch so weit eindrücklich gewesen, daß er noch am Abende mehrere Einwürfe schriftlich aufgesetzt hatte; dieselben brachte er uns nun. Da wir jede Minute den Wagen erwarteten, der uns nach .... befördern sollte, so war es uns nicht möglich, auf die Punkte weiter einzugehen; das Versprechen aber, ihm eine schriftliche Beantwortung zuzuschicken, nahm er hoch auf. — Zhm war bald noch ein anderer Zude gefolgt und beide stellten sich auch auf die Predigt, die ich am folgenden Dienstage M-P. G. zu halten beabsichtigte. (Derselbe berichtet in einem Briefe an H.— Als ich nach .... kam fand ich die Zuden schon truppweise auf der Straße. Um zwei Uhr sammelten sich eine nicht unbedeutende Menge in der Kirche. Kaum aber hatten sie sich gesammelt, so schickte der Rabbi und ließ sie auffordern, sofort die Kirche zu verlassen, weil er ihnen sonst dies und jenes thun wolle. Sie gehorchten. Kaum aber hatte der Glöckner dies vernommen, so eilt er ihnen nach, und hält mit gewaltiger Amtsmiene folgende Anrede an sie: „Ihr kommt bei Trauungen und Begräbnissen gewöhnlich in die Kirche; allein das sage ich Euch, kommt Zhr heute nicht, so werfe ich, so wie einer von Euch sich wieder in der Kirche sehen läßt, ihn hinaus." — Ob diese Rede gewirkt hat, weiß ich nicht, das weiß ich nur, daß die Zuden einer nach dem andern von hinten um die Kirche herum kamen und fo sich einfanden. Es war überdies eine große Aufregung in dem Orte; viele Leute aus der Stadt und vom Lande hatten sich eingestellt, so daß die Kirche ziemlich angefüllt war. . . . Von mehreren Zuhörern wurde ich gebeten, recht bald wieder zu kommen.) Ein ganz anderer Empfang erwartete uns in der N. N. Su-