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Dibre Emeth · 1847-03-01 · Heft 3 (März 1847) · page 9

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Journal
Dibre Emeth
Volume
3 (1847)
Issue
Heft 3 (März 1847)
Date
1847-03-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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die sie hatten. Sie waren weise Männer und konnten mit ihrer starken Vernunft die zukünftigen Dinge voraüssehen. Einem Verschwender kann ich bestimmt Voraussagen, daß er in Bettlerarmuth sterben wird." — Das können Sie nicht mit Bestimmtheit aussprechen, sondern nur als Vermuthung und Schluß.-Der Mann, der den Unglauben vieler Christen zu einer Waffe -gegen mich hatte benutzen wollen, unterstützte diesen Sprecher mit den Worten: „Den Polen konnte Zedermaun schon vor 30 Zähren Voraussagen, daß ste nicht glücklich sein würden in ihren Unternehmungen." Wie oft haben sich Politiker geirrt! antwortete ich. Wie Vieles ist gegen alles menschliche Bermuthen eingetreten! Moses und die Propheten aber sprechen ihre Weissagungen nicht als Bermuthungen, sondern als Offenbarungen Gottes aus. — „Za," entgegnete der junge Mann, „das sagte Moses nur so, er hatte gewiß seine Gründe dazu." — Wissen Sie wohl, was Sie damit aussprechen? fragte ich ihn. Auf seinem Gesichte drückte sich Verlegenheit aus; er mochte ahnen, wohin ich wollte. Und doch hat ihr Rabbi, fuhr ich fort, vorhin gesagt, seine Gemeinde sei orthodox. Sie müssenzugeben, daß das nicht richtig ist. — Er steuerte darauf hin, daß Zesus doch nicht Gottes Sohn sein könne. Ich benutzte Zes. 9. und 11. als alttestam. Beweise für die Gottheit des Messias. — Er richtete auch die Frage (die an verschiedenen Orten wiederkehrte) an mich: „Warum spricht denn Christus am Kreuze: LU LU lamah asabthani?" Der Hauptgedanke der Antwort war: Weil nach dem Worte des Propheten der Herr unser aller Sünde auf ihn warf. Die Strafe Gottes besteht nun darin, daß wir von Zhm verlassen werden; das trug unser Heiland an unserer Statt. — Mein Gegner kam noch einmal damit, daß das bloß solche Gedanken von Moses und den Propheten seien. Nun erklärte ich ihm denn ganz unumwunden: Damit machen Sie Mosen und die Propheten zu Heuchlern und Lügnern. — „Gott behüte!" erwiederte er. — Beim Abschiede sagte der Rabbi zu meinem College», mit dem er die Unterhaltung fortgesetzt hatte: „Zch fteue mich, daß

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