Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 3 (März 1847)
- Date
- 1847-03-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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3Ä G n t g eg« n n g. Der „Orient" enthält in Nr. 4 folgenden Cörrespondenz-Artikel aus Berlin: „DieVossische und dieSpenersche Zeitung habe» über das Missiouswesen zur Bekehrung der Juden diskutirt. Herr vr. Meyer hebt besonders in dem ersten Blatte hervor, daß man das Zudenthum dem Heidenthum koordinire, indem man die Bekenner des Ersteren bekehren will. Während es sich bei der Bekehrung von Heiden um ein sittliches Element handelt, kann in Beziehung auf das Zudenthum davon nicht die Rede sein. Der erste Schritt zur Gleichstellung der Juden — wird mit Recht bemerkt — sei das Aufheben der Missionsgesellschaften für die Bekehrung Israels, oder man müßte den Juden gleiche Waffen einräumen. Wir unsererseits glauben, die Juden dürften Missionen ins Leben rufen zur Bekehrung der Missionäre, da es Verblendung ist, die Anhänger des Monotheismus, des reinsten Sittengesetzes und der strengsten Moral — bekehren zu wollen. Oder stehen vielleicht der Fetischanbeter und der sittliche Monotheist auf einer Stufe? Wenn man die großen Summen, die für die Missionen verwendet werden, den Armen Berlins, oder den schlesischen Webeni zuweisen möchte, so hätte man wenigstens Tausende von körperlichen Nebeln befreit. Das Seelenheil der Juden ist doch nicht so herzerschütternd wie die Qual der Armuth." Darauf diene zur Entgegnung. Die Missionsgesellschaften sind keine Sittengerichte, daher es auch nicht ihr Amt ist, zu untersuchen und darüber zu entscheiden, ob der Monotheismus und das Heidenthum einander zu coordiniren oder zu subordiniren sind. Sie sind Vereine von solchen Leuten, denen die heilige Schrift A. und N. Testaments göttliche Offenbarung und darum auch ewige Wahrheit ist. Daher glauben sie auch, daß in keinem andern Heil, und unter dem Himmel kein anderer Name den Menschen, sowohl Juden als Heiden, gegeben ist, darinnen sie sollen selig werden, als allein der Name Jesu Christi. (Apostelg. 4,12.) In dieser Beziehung also macht die Schrift keinen Unterschied zwischen dem „sittlichen Monotheisten" und dem „Fetischanbeter",