Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1847)
- Date
- 1847-02-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2554541-2554570-2554573--00502-2556291- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
29 wovon sich Zedermann, auch Herr Df. Meyer, wenn er sich sonst die Mühe geben will, leicht überzeugen kann, auf den Prinzipien des Christenthums, ja selbst auf dem Befehle Christi beruht, und die Zudenmissionsgesellschaften sich zur Erlangung ihres Zweckes auch nie eines andern Mittels bedient haben, als der Predigt von Christo, dem Gekreuzigten, so folgt daraus, daß er auch das Christenthum nicht mehr geduldet wissen will, und mit dem Hohenrathe und dem Volke zu Zerusalem das Kreuzige, Kreuzige über Christum ruft. Er verlangt also von den Christen, daß sie ihr Schwert in ihre eigene Brust, ja sogar in die Brust ihres Herrn und Meisters stoßen und ihren Glauben verleugnen, ja als einen gottlosen verwerfen sollen, damit nur die Juden emanripirt werden können. Wahrlich! wenn die Emancipation der Juden mit einem solchcit Preise erkauft werden soll, dann müssen wir aus allen Kräften, so lange noch ein Tropfen Bluts in unfern Adern fließt, gegen sie protestiren, nicht allein der Christen, sondern auch der Zuden wegen, ja um der ganzen Menschheit willen. Denn dann würde Niemand mehr seinen Glauben bekennen und darnach leben dürfen, sobald es nicht im Geiste und Sinne eines Df. Meyer geschehe. Doch genug für dies Mal. Zedem Unbefangenen muß es einleuchten, daß es Herrn Dr. Meyer keinesweges um Toleranz im wahren Sinne des Wortes, sondern vielmehr um Unterdrükkung und Vernichtung des lebendigen und thätigen Christenthums zu thun ist, und daß er, um seinen Zweck zu erreichen, keinen Anstand nimmt, zu Mitteln zu greisen, die er gewiß selbst im Grunde seiner Seele verabscheuen muß, indem er, wie wir gezeigt haben, Anklagen und Beschuldigungen gegen seine Bekenner als die gewissesten Thatsachen in die Welt hineinschreibt, die in der That schauerlich sind, von deren Unwahrheit er sich aber doch leicht hätte überzeugen können. Mit diesem gegen das lebendige und thätige Christenthum, wie überhaupt gegen die göttliche Offenbarung feindseligen und intoleranten Geiste steht nun aber Herr Dr. Meyer keinesweges allein da, sondern die Zahl derer, die seine Gesinnung theilm, ist