Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1847)
- Date
- 1847-02-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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30 Legi». Dessenungeachtet, und selbst wenn sich ihre Zahl noch vermehren, und ihre Feindschaft heftiger werden sollte, furchten wir nichts für das Bestehen des Christenthums. Wir haben das Wort des Herrn für uns, daß auch die Pforten der Hölle seine Gemeine nicht überwältigen sollen. Matth. 16, 18. Auf dies Wort aber können wir, als auf einen unerschütterlichen Fels bauen, denn Christus selbst spricht: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen." Matth. 24, 35. Mittheilungen über eine Mifftonsreise im Großherzogthum Posen in den Monaten September und Oktober. (Fortsetzung.) Bei dem Rabbinats-Assessor, zu dem wir gegen 6 Uhr gemeinschaftlich gingen, war das in Gegenwart mehrer Juden geführte Gespräch sehr lebhaft. Er erging sich über „die Seelenkäuferei vieler Missionare," indem er sich auf ein bestimmtes Beispiel berief; er verlangte, daß ein Missionar jeden Juden, der zu ihm komme, um sich taufen zu lassen, und doch nicht lesen und schreiben könne, und die Schrift nicht verstehe, als einki Betrüger abweisen müsse. „Wenn es einem solchen Menschen um bessere Religionserkenutniß zu thun ist, warum wendet er sich dann nicht an uns, da dies der nächste und eigentliche Weg wäre?" Während sich mein College mit ihm in weitere Auseinandersetzungen einließ, kam ich ins Gespräch mit jenem heftigen Disputanten vom Sonnabend Abend, der aber diesmal sehr gelassen redete. Seine damalige Heftigkeit hatte eine besondere Absicht gehabt, wie wir nachmals erfuhren. Er legte mir die Frage vor: „Warum feiern die Christen, da doch Christus behauptet, er sei nicht gekommen, das Gesetz aufzulösen, sondern zu er- Men, statt des Sabbaths den Sonntag? Das ist doch UM aus Absouderungssucht geschehen; denn im Anfänge haben