Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1847)
- Date
- 1847-02-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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27 Wittwenverbrennung eingeschritten ist. Aber Herr vr. Meyer verschließt muthwillig seine Augen gegen solche geschichtliche Thalsachen, oder sein bittrer Haß gegen die Missionsgesrllschasten verblendet sie ihm, daß er nicht sehen kann, und macht sein Gedächtniß ganz Unempfänglich für solche Dinge. Daß die Dänen und Deutschen sich bereitwillig dem Plane Englands, mit der kräftigen Waffe des Geldes das Christenthum zu verbreiten, angeschlossen haben sollen, kann schon darum nicht wahr sein, weil nie ein solcher Plan existirt hat. Wir wissen aber auch nichts von einer so „vollständigen Organisation" der Bekehrungsgesellschaften, und von einem so „engen Verkehre" der verschiedenen Vereine unter einander, und auck nichts von einer Verbindung der Dänen und Deutschen mit den Engländern zu gemeinschaftlichem Wirken, wovon Herr vr. Meyer uns erzählt. Vielmehr wirken die verschiedenen Gesellschaften ganz unabhängig von einander und selbstständig, und können der Natur der Sache nach auch nicht anders wirken, da sie ja verschiedenen Kirchengemeinschaften angehören. Es ist demnach das, was Herr vr. Meyer uns hiervon zu erzählen weiß, wieder weiter nichts, als ein Gebilde seiner überreichen Phantasie, eine schöne Seifenblase, die, sobald man sie auch nur leise berührt, sogleich zerplatzt. Endlich sollen die Bekehrungs-Gesellschaften sogar „ihre Hauptthätigkeit" der Zudenbekehrung gewidmet haben! Wollte Gott, es wäre so! Denn wir sind überzeugt, daß dann die Mission unter den Heiden noch weit herrlicher blühen würde, als es jetzt der Fall ist, und daß auch die christliche Kirche sich eines gesunderen und frischeren Lebens erfreuen würde. Aber leider! müssen wir es schmerzlich bedauern, daß Herr vr. Meyer auch hierin sich im. Denn nicht die Missionsgesellschaften, sondern nur Eine derselben har ihre Thätigkeit der Bekehrung der Juden gewidmet. — Wir reden hier nur von England, indem die deutschen Zudmmissionsgesellschaften bisher zu unbedeutend gewesen sind, als daß sie in Betracht kommen könnten. — Und diese Gesellschaft ist nicht nur eine der jüngsten, sondern hat auch verhältnißmäßig bisher immer nur geringe Theilnahme gefunden. Sie ist erst 38 Zahr