Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1847)
- Date
- 1847-02-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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26 die Däne» und Deutschen sich bereitwillig dem Plane Englands, mit der kräftigen Waffe des Geldes das Christenthum zu verbreiten, angeschlossen hätten, und endlich, daß die Missionsgesellschasten ihre Hauptchätigkeit der Zudenbekehrung widmeten. Aber das alles ist ebenso unwahr, wie sein Bericht über die Thätigkeit der Missionare unter den Juden und das Mittel, dessen sich die Missionsgesellschaften zur Erreichung ihres Zweckes bedienen sollen. Wir wollen den Engländern die Verdienste um die Mission nicht schmälern, sondern gern gestehen, daß sie zur Verbreitung des Reiches Gottes mehr gethan haben, als irgend ein anderes Volk. Aber das Zuerst gebührt ihnen nicht, das müssen wir vielmehr für die Deutschen in Anspruch nehmen. Die älteste protestamische Mission nämlich ist die Hallische, die bald zu Anfänge des vorigen Zahrhundetts von dem seligen Professor A. H. Franke gestiftet und von den Dänen unterstützt wurde; sie hat mit großem Segen gewirkt. Dieser folgte in den zwanziger Zähren die Mission der Brüdergemeine, und was diese gewirkt hat, ist bekannt, daß wir füglich darüber schweigen können. Die Engländer folgten diesem Beispiele der Deutschen viel später, nämlich erst gegen Ende des vorigen Zahrhunderts, die nun aber freilich uns Deutschen weit vorangeeilt sind, so daß wir sie wohl kaum wieder einholen werden. Ebenso unhistorisch und darum auch unwahr ist es, daß die britische Staatskunst dem Eifer der Missionsgesellschaften entgegen gekommen sei. Die Geschichte sagt gerade das Gegentheil; denn fast bis in die neueste Zeir hinein hat sich die britische Staatskunst nicht nur nicht um die Mission bekümmert, sondern hat ihr vielmehr alle mögliche Hindernisse in den Weg gelegt. Das hätte Herr vr. Meyer, wenn er es auch sonst seiner für unwürdig gehalten haben sollte, sich mit der Mifsionsgeschichte bekannt zu machen, oder auch selbst mit der britischen Staatskunst, schon aus der Vossischen Zeitung lernen können. Denn darin wird er ja wohl gelesen haben, daß die Regierung der ostindischen Compagnie dev Götzendienst bis vor wenigen Jahren in jeglicher Weise begünstigt hat, und nicht einmal gegen die grausame Sitte der