Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1847)
- Date
- 1847-02-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Bibel nicht so viel.auf sich. Dem) obschou sie ganze Theile derselben auswendig wissen und noch dazu das Gesetz sabbathlich in der Schule lesen, so sind sie doch oft nicht wenig überrascht, wenn sie auf diesen oder jenen wichtigen Ausspruch aufmerksam gemacht werden, und mit den Propheten sind sie oft völlig unbekannt. Viel bekannter sind ihnen die Aussprüche der Rabbinen, besonders das, was Raschi sagt; und weil die Zuden früher wenigstens nie das Gesetz studirten, ohne zugleich diesen Commentar mit zu studiren, so verwechseln sie oft die Aussprüche der Gelehrten mit denen der heiligen Schrift. Wie oft haben sie uns, um nur eins anzuführen, betheuert, daß Moses 40 Tage im Himmel gewesen sei, und haben sich nicht wenig gewundert, wenn wir ihnen aus dem Gesetze nachwiescn, daß er beide Make die 40 Tage, die er vom Volke entfernt war, auf dem Berge Sinai verweilte. Oder sie bringen Erklärungen wie die, daß Abraham seine Frau in einem Kasten über die Grenze Egyptens habe schmuggeln wollen, daß Rebekca drei Jahre alt gewesen sei, als sie Zsaak geheirathet habe, und dergleichen mehr. Und der Missionar soll sich bei einer solchen Kenntniß der Bibel nicht derselben bedienen können, ja bedienen müssen, um die Zrrthümer nachzuweisen! Eine solche Behauptung kann nur ein Di-. Meyer aufstellen. Sollte Herr Dr. Meyer jedoch etwa Zweifel in die Wahrheit unserer Worte setzen, so kann er sich ja von den Zuden selbst darüber belehren lassen, und wir möchten ihm ratheu, zu diesem Zwecke die Rede des Herrn Z. Lehmann zu lesen, gehalten bei der Einweihung einer Gesetzes-Rolle zu Musbach. (S.S.67. d.Bl.1846.) Was nun die Missionsgeschichte überhaupt betrifft, so ist Herr Dr. Meyer darin eben nicht besser unterrichtet, als wie über die Thätigkeit der Missionare unter den Zuden. Er erzählt uns, als wäre es eine unleugbare, geschichtliche Thatsache, daß sich die Engländer unter den protestantischen Völkern zuerst um die Mission besondere Verdienste erworben hätten, daß die britische Staatskunst, weil sie in der Verbreitung des Christenthuws das Mittel zur Civilisation in den Kolonien erkannte, dem Eifer der Missionsgesellschaften entgegen gekommen sei,.daß