Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1847)
- Date
- 1847-02-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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22 1. Zoh. 2, 23.: Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht. Und Cap. 4, 15.: Welcher nun bekennet, daß Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibet Gott, und Er in Gott. Wir sagen, hätte Herr vr. Meyer nur diese Aussprüche Christi und der Apostel gelesen, auf welchen die Misstdn beruht, er würde erkannt haben, daß ihre ursprüngliche und leitende Idee noch eine ganz andere sei, als er ihr beilegt, nämlich die, alle Völker ohne Ausnahme zu Christo hinzuführen, als dem einzigen Wege, auf welchem sie zur Seligkeit gelangen können. Und hätte er sich mit der Misstonsgeschichte nur einigermaßen bekannt gemacht, so würde er sich leicht überzeugt haben, daß die Mission, wenigstens die protestantische, von jeher diesem Grundsätze treu geblieben ist. Denn sie hat ihre Missionare ja nicht bloß zu dem rohen Grönländer und Eskimo, zu den stumpfen Negerstämmen und den wilden und menschenftesserischen Insulanern geschickt, sondern auch zu den, in vieler Beziehung fein und philosophisch gebildeten' Ostindianern und Chinesen, und selbst zu den Muhamedanern und Juden, ja die Gesellschaften für die innere Mission schicken ihre Sendboten selbst zu den Christen, ganz treu dem Befehle ihres Herrn und Meisters, allen Völkern das Evangelium zu predigen, und dem Verfahren der Apostel, welche den Juden ebenso, wie den fein gebildeten Griechen und Römern, und den ungebildeten Hispaniern und Galliern Christum, den Gekreuzigten, als eine Kraft Gottes zur Seligkeit predigten. Ob nun eine solche Thätigkeit der Missionsgesellschaften „so gefährlich sei, daß ihre Existenz fernerhin durchaus in Frage gestellt werden muß," und daher dieRegierung angegangen werden müsse, mit dem Ersuchen „um Aufhebung jener Gesellschaften," weil nur dann erst an Religionsfreiheit zu denken sei, das können wir getrost dem Urtheile eines jeden rechtlich denkenden Mannes überlassen. Doch Herr vr. Meyer bringt wirklich Beweise dafür, daß die Thätigkeit der Missionsgesellschaften eine „so gefährliche" ist. Er versichert uns ja auf das Bestimmteste, daß die Misstonsgesellschasten nicht etwa bloß dm biblischen Weg verlassen haben, son-