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Dibre Emeth · 1847-02-01 · Heft 2 (Februar 1847) · page 3

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Journal
Dibre Emeth
Volume
3 (1847)
Issue
Heft 2 (Februar 1847)
Date
1847-02-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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19 dafür könnten wir leicht Beweise in Menge darbringen, und es mit tausend Beispielen belegen. Dies nun im Großen und Ganzen zu thun, dazu haben wir jedoch keine Lust, halten auch nicht dafür, daß hier der Ort dazu sei. Aber auf einzelne Fälle einzugehen, und gerade dann den Nachweis unserer Behauptung zu liefern, wenn das Werk angegriffen wird, dem dies Blatt diem, dazu halten wir uns für verpflichtet. Wir hatten uns dies auch schon längst vorgenommen, indem wir auf vielfache Weise, besonders durch die Angriffe auf die Zudenmisston und durch die falsche Darstellung der Toleranz in verschiedenen jüdischen Zeitschriften dazu aufgefordert wurden; aber leider wurden wir bisher immer noch an der Ausführung unsers Vorhabens verhindert. Zn neuerer Zeit nun sind auch in der Vossischen Zeitung einige gewaltige Angriffe auf die Mission unter den Zuden gemacht worden, und namentlich geschieht dies in der Beilage zu No. 3. von diesem Jahre von einem Herrn Dr. M. Z. Meyer, und aus diesem letzten Angriffe wollen wir nun nachzuweisen suchenwie wahr unsere Behauptung ist. Herr vr. Meyer wirft sich in diesem Zeitungsartikel zum Anwalt der Religionsfreiheit auf, und findet sich daher berufen, darauf hinzuweisen, daß es auch bei uns tu Preußen an der Zeit sein dürfe, daß, wie dies bereits in andern Staaten Deutschlands geschehen sei, die Rechtmäßigkeit der Anerkennung der einzelnen Religionsgesellschaften von Seiten des Staats in Erwägung gezogen werde, wenn nicht etwa ftüher schon die Emanirung eines Toleranz-Edictes die Frage einer befriedigendm Lösung entgegen führe. Dies klingt in der That sehr schön, und wir müssen gestehen, daß wir dem Herrn vr. Myer hierin vollkommen beistimmen. Denn auch wir wünschen, wie wir uns bereits ausgesprochen haben, vollkommene Religionsfreiheit, und verabscheuen von ganzem Herzen Verfolgungen, wie sie nicht etwa bloß die Zuden, sondern auch verschiedene christliche Kirchenabtheilungen zu erdulden gehabt haben, und zum Theil auch noch zu erdulden haben. Wie wenig aber Herr vr. Mey er an wahre Toleranz oder Religionsfreiheit denkt, das spricht er un- 2 *

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