Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1847)
- Date
- 1847-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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12 halten> sei es nun durch Staatsdienst oder durch Handel und Gewerbe. W ergiebt sich also, daß die Rabbiner-Versammlung demselben-Ziele entgegensteuert, wenn auch behutsam und auf einigen Umwegen, das die Reform-Genossenschaft auf geradem , Wege und mit schnellen Schritten zu erreichen-strebt, daß sie ebenfalls den Zweck hat, das Zudenthum, das mosaische wie das thalmudische, zu vernichten, und statt der Offenbarung Gottesihre eigene Weisheit als Regel und Richtschnur des Glaubens hinzustellen. Aber das, wird ihnen nimmer gelingen. Sie werden in ihrem Dichten und Trachte» zu schänden werden, aber das Wort des Herrn wird bleiben in Ewigkeit. Denn der im Himmel wohnet lachet ihrer und der Herr spottet ihrer. Er wird einst mit ihnen reden in seinem Zorn, und mit seinem Grimm wird er sie schrekken. Er wird sie mit einem eisernen Scepter zerschlagen, wie Töpfe wird er sie.zerschmeißen. Ps. 2, 4. 5. 9. Mittheilungen über eine Missions-Reise im Großherzogthnin Posen, tu den Monaten September nnd Oktober. *) Am 24. September ttat ich..... in Gemeinschaft mit zwei Eollegen die Reise an. — Freitag den 25sten. Zn .gewährte uns der Besuch bei dem Lehrer ...... dessen geistige Lebendigkeit durch alle Krankheit seines Körpers hindurchleuchtete, eine Unterhaltung, die sich zunächst auf die Hauptstimmführer unter den jüdischen Reformern bezog. Der Lehrer behauptete: „Wie der. Thalmud, der eine gewichtige Auetorität ist, das Recht gehabt hat, einzelne Bestimmungen des Gesetzes zu verändern, so *) Wir theilen diesen Bericht in seiner ganzen Länge mit, um zu zeigenwelch' ein wichtiges Arbeitsfeld für die Missionare im Großherzogthum Posen zu finden ist. Dabei bemerken wir, daß der Berichterstatter vorzüglich nur die Gespräche mittheilt, die er mit den Juden gehabt hat, und weniger Rücksicht auf die seiner beiden College» nimmt, wie dies auch die Namr der Sache mit sich bringt. Möchte doch dieser Bericht auch das Seinige dazu beitragen, daß immer mehr Christenherzm für die Mission unter den Juden erwärmt würden. Anm. d. Red.