Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1847)
- Date
- 1847-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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10 Achte, ss zeigt sÄ sich doch ganz anders, und der liebliche und angenehme Ton verwandelt sich sofort in unfern Ohren in daS fnrchtbare Kriegs-Geschrei: Nieder mit dem Glauben der Väter, nieder mit aller geoffenbarten und positiven Religion. Daß wir die Sache nicht übertreiben, wollen wir sogleich beweisen. - Zm Zähre 1845 hat, wie wir zw seiner Zeit schon Mirgetheilt haben, die Rabbiner-Versammlung zu Frankfurt am Main unter andern auch folgende Beschlüsse gefaßt: 1) Ein persönlicher Messias ist nicht zu erwarten, sondern nur ein Messiasreich. 2) Die Bitte um Wiederherstellung eines jüdischen. Staats und um Zurückführung der Zsraekiten nach Palästina ist unstatthaft. 3) Zedwede Bitte um Wiederherstellung des Opferkultus muß aus den Gebeten gestrichen werden. Ob eine Erinnerung an denselben beibehalten werden solle, darüber war man nicht ganz einig. Wäre uns von den Bestrebungen der Rabbiner - Versammlung auch weiter nichts bekannt, als diese Beschlüsse, so wären sie schon hinreichend zur Bestätigung unsers Urtheils. Denn das die Juden bisher sowohl einett persönlichen Messias als auch ihre Zurückführung in das gelobte Land uyd damit zugleich auch die Wiederherstellung ihres Staats und des Opfercultus erwartet, und selbst in ihren Gebeten zu Gott um diese Gnadengeschenke gefleht haben, ist bekannt, was ja auch die Rabbiner-Versammlung gerade damit bestättgt, daß sie diese Gebete entfernt haben will. Solche Erwartungen und Hoffnungen können nun aber doch unmöglich als unwesentlich, oder gar als Mißbräuche angesehen werden, sondern sie gehören so recht eigentlich zu dem Wesen des Zudenthums, und sie allein sind es auch, wodurch dasselbe unter allen Stürmen der Leiden und Drangsale erhalten worden ist. Wenn die Rabbiner-Versammlung daher diese Erwartungen und Hoffnungen aus dem Zudenthume entfernen will, so greift sie damit gerade sein innerstes Leben an, was man doch mit nichts Ander« bezeichnen kann, als mit der Zerstörung und Vernichtung des Glaubens der Väter. Sie leugnet damit aber auch zugleich die göttliche Offenbarung. Denn diese Hoffnungen