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Dibre Emeth · 1847-01-01 · Heft 1 (Januar 1847) · page 6

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Journal
Dibre Emeth
Volume
3 (1847)
Issue
Heft 1 (Januar 1847)
Date
1847-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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6 mich für den EAktus und die Theilnahme an den Gottesdiensten von den größten Folgen sein mußte. Glaubten die Juden ftüher «Min im Besitze der ^kenntniß Gottes zu fein, cüso, daß sie alle ander» Religionm mehr oder weniger für Götzendienst hielten, und daher auch von ganzem Herzen verabscheuten, so gttbt es wohl gegenwärtig imr noch wenige unter ihnen, die nicht anerkennen, daß wir Christen mit ihnen ein und denselben Gott, Ichovah, verehren und anbeten, ja viele halten das Christenthum sogar noch für geläuterter und reiner, als das Zudeuthum. Stellten sie ftüher den Thakmud wenigstens eben so hoch, wie die Bibel, und viele sogar noch höher, daher sie auch das größte Verdienst, ja ihre Seligkeit darin fanden, dem Studium deffelben Tag »md Rächt obzuliegen, so achtet ihn jetzt ein großer Thell nicht mehr höher, als jedes andere Menschenwerk, und es fehlt auch nicht an solchen, die darin nur Aberwitz, unnützes Geschwätz und Spchsindigkeiten finden, woran mau sich in den Stunden der Muße wohl dann und wann einmal amüsiren könne, wenn man einmal damit bekannt ist, die es aber für Zeitverschwendung halten, auch NM eine Minute auf die Erlernung desselben zu verwenden. And wenn sie ftüher alle, auch die geringsten Borfchriften und Verordnungen der Väter mit der größten Pünktlichkeit, ja Arngstlichkeit beobachteten, und es für ein Verbrechen hielten, dies nicht zu chun, und wenn sie gern und willig ihrer Religion so Manches, selbst ihre Ruhe und Bequemlichkeit zum Opfer brachten, und um ihrettvillen Schmach.und Hohn auf sich nahmm, ja wohl gar chre Hälse dem Tode dirrboten; so ist nun an die Stelle der großen Sttenge in der Beobachtung und Ausübung der religiösen Gebräuche und ihrer Gottesdienste die größte Schlaffheit getteten. Hreilich giebt es immer noch einen Thell, der den Schein der Frömmigkeit hat, und die Religion der Väter aufrecht zu erhalten sucht; aber selbst auch unter diesen wird nur selten einer zu finden sein, der nicht schon so Manches, was die Väter für heilig hielten, als unnöthig und unserer Zeit uugngemeffen betrachtete, oder wohl gar schon abgelegt hätte. Und wie sieht es mm erst bei dem ander«, wir möchten sagen, bei weitem größeren Theile ans? O da

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