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Dibre Emeth · 1847-01-01 · Heft 1 (Januar 1847) · page 4

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Journal
Dibre Emeth
Volume
3 (1847)
Issue
Heft 1 (Januar 1847)
Date
1847-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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4 Zustand, in welchem sich dieses Volk befindet, und demnach auch nichts non dem Frieden Gottes weiß und wissen kann, der uns zu diesem Liebesdienste drängen und treiben muß, sondern auch die Dankbarkeit und obendrein noch eine große, sehr große Schuld, die auf uns lasset und die wir abzutragen haben. Unser Heil kommt, wie wir wissen, von den Juden; denn aus ihnen ist der Herr Zesus hervorgegangen, der es uns erworben hat, und von ihnen sind auch die Apostel ausgegangen, welche es der Welt zuerst gepredigt haben also, daß es auch bis zu uns gekommen ist. Sind wir daher gegen das Volk Israel nicht zum größten Danke verpflichtet? Ganz gewiß! Diesen Dank aber können wir ihm nur erweisen, wenn wir es unsere angelegentlichste Sorge sein lassen, daß auch ihm das Heil gepredigt und nahe gebracht' werde, das wir von ihm bekommen haben. Wie nun aber, hat denn die Christenheit dem Wolke Israel diesen Dank auch stets dargebracht? Wir schweigen und legen die Feder aus der Hand.— Denn es weiß cs ja wohl Zcdernrann zu gut, welche Leiden und Drangsale, welchen Hohn und Spott, welche Schmach und Verfolgnng Israel zu erdulden gehabt hat, und von wem am meisten? Ach, mit tiefem Schmerz müssen wir es bekennen, von der Christenheit, ja von der christlichen Kirche. Denn von der Kirche sind gar oft die grausamsten und blutigsten Berfolgungen gegen Israel ausgegangen, und sie hat den bittersten Haß auf das arme Volk geworfen. Welch eine ungeheure Schuld lastet daher auf uns, die wir der christlichen Kirche angehören! Diese Schuld müssen wir so bald als möglich auslöschen, damit sie nicht um Rache gen Himmel schreie. Wie könnte dies aber wohl anders und besser geschehen, als daß wir, mit rechter und wahrer Liebe im Herzen, dafür sorgen, daß dem Volke Israel das Evangelium gepredigt werde. Da wir aber dazu nur dann tüchtig sind, wenn wir den Frieden Gottes in unserm Herzen haben, so können wir nicht umhin, unfern Neujahrswunsch noch einmal dahin auszusprecheu, daß der FriedenGot t es reichlich «ndüberschwenglich in den Herzen aller Kinder Gottes wohnen möge.

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