Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1846)
- Date
- 1846-12-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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207 diese Verheißungen nicht wahr sein, und das alte Testament erhält abermals einen gewaltigen Stoß, ja es muß in. sich als Lüge zerfallen. Denn seit der Erscheinung und dem Tode Zesu ist die Erkenntniß des Gottes Jakobs auch andern Völkern zu Theil geworden. Auf seinen Befehl und ausgerüstet mit seinem Geiste, sind die Apostel Zesu ausgegangen zu den Heiden and haben unter ihnen die Herrlichkeit Gottes verkündigt; (Zes. 66, 19.) und durch ihre Predigt von dem versöhnenden Tode Zesu Christi allein find die Götzenaltäre zerbrochen, und die Götzentempel entweder niedergerissen oder in Häuser Gottes umgewandelt worden, wie denn auch noch heut zu Tage das Reich Gottes auf keine andere Weise unter den Heiden verbreitet wird, als allein durch die Predigt von Christo, dem Gekreuzigten. Ist dies nun aber eine geschichtliche Thatsache, die von keinem Menschen geleugnet werden kann, so folgt daraus, daß Zesus der im A. T. verheißene Messias sein muß, weil durch ihn die Verheißungen von der Verbreitung der Erkenntniß Gottes und seines Reiches unter den Heiden erfüllt worden sind und noch täglich erfüllt werden. Wer dies nicht zugeben will, der wird das A. T. ebenso wenig als göttliche Offenbarung, oder als Wahrheit anerkennen dürfen, wie das Neue. Mit der Leugnung des N. T. fällt auch das Alte — Und wie wir dem N. T. den Vorzug einräumen müssen in Hinsicht der innern Beweise, so werden wir auch dasselbe thun müssen in Bezug auf die äußern Zeugniße. Das alte Testament erzählt uns so mancherlei Thatsachen, die uns unglaublich erscheinen müssen, und die wir nur dann als Wahrheit annehmen können, wenn wir zwingende Beweise und Zeugniße dafür haben. So lesen wir im Pentateuch unter andern die Geschichte von dem Auszüge der Kinder Israel aus Egypten unter viel Zeichen und Wundern durch Moses, von der Gesetzgebung auf dem Berge Sinai unter Donner und Blitz, und von einer 40jährigen Wanderung Israels in der Wüste. Wer giebt uns nun Zeugniß für die Wahrheit dieser Thatsachen, so wie überhaupt für die ganze Geschichte Israels in den ersten 1000 Jahren? Die äußern Beweise fehlen uns fast gänzlich, so daß wir unsere Zuflucht, nur