Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1846)
- Date
- 1846-12-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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206 göttliche Ansehn absprechen wollen, wir sind vielmehr vollkommen von demselben überzeugt. Was nun zunächst die innern Beweise betrifft, so können sie darum schon denen für das A. T. an Bestimmtheit und Deutlichkeit nicht nachstehen, weil beide Testamente in ihren Lehren von Gott nicht von einander abweichen. Za, das N. T. verdient schon m sofern noch den Vorzug vor dem Alten, als es uns manche Lehren in ein noch helleres Licht stellt, wie die Liebe und Barmherzigkeit Gottes gegen alle Menschen, die Unsterblichkeit und Fortdauer der Seele nach dem Tode, die Auferstehung der Todten, das jüngste Gericht und so vieles Andere mehr; bei weiten mehr aber noch in sofern, als es selbst Beweise liefert für die Wahrheit des Alten, und zwar in dein Grade, daß, wenn das Neue Testament nicht wahr ist, auch das Alte nicht wahr sein kann, wenn das Neue fällt, auch das Alte fallen muß. Wie wir wissen, enthält das A. T. nicht bloß Lehren, sondern auch Weissagen und Verheißungen, von denen wir hier nur einige hervorheben wollen. Das A. T. verheißt einen Messias und deutet in einigen Stellen sehr bestimmt auf die Zeit hin, in welcher er erscheinen soll, wie 1. B. Mos. 49, 10. Hag. 2> 7 — 10. Mich. 5, 1. Mal. 3, 1. Dan. 9, 24 — 27 u. a. tu. Ist nun der Messias noch nicht, und gerade um diese Zeit gekommen, in welcher der Herr Zesus lebte, so können auch die Aussprüche Zakobs und der Propheten nicht wahr sein, und-die Göttlichkeit des A. T. würde somit einen gewaltigen Stoß erleiden. Dann enthält das A. T. auch Weissungen von einer Zeit, in welcher die Erkenntniß des einen wahren Gottes nicht mehr bloß auf das eine Volk Israel beschränkt sein werde, sondern ein Eigenthum aller Völker der Erde werden soll, und bezeichnet darin diese Zeit als die Zeit des Messias, und die Bekehrung der Völker von der Lüge zur Wahrheit, von dem Dienste der stummen Götzen zu dem lebendigen Gott, als sein Werk. Siehe unter andern 1. B. Mos. 12, 3. Zes. 11, 10 ff. 49, 6. 52, 15. 66, 19 ff., und vergl. Zes. 2, 2 ff. 49, 20 ff. 60, 9. 10. 65 ganz, Mich. 4, 1 ff. Wenn nun Jesus nicht der im A.T. verheißene Messias ist, dann können auch