Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1846)
- Date
- 1846-12-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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905 die Juden in einem ebenso verderblichen Zrrchume, von dem auch sie sich werden lossagen müssen, wenn sie nicht als solche erfunden werden wollen, die wider Gott streiten, wofür sie einst die gerechte Strafe treffen würde. Für diesmal jedoch muffen wir uns an einigen Bemerkungen begnügen lassen. Was die Dreieinigkeit betrifft, so verweisen wir auf die ersten Nummern des ersten Jahrganges dieses Blattes, wo diese Lehre ausführlich behandelt worden ist. Zu Bezug aber auf die Gottheit und Menschheit des Messias bitten wir wenigstens folgende Stellen nachzulesen: Zes. 9, 6. 11, 1 — 5. 53 ganz. Zer. 23, 5. 6. Dan. 7, 13. 14. Mich. 5,1. Sach. 12,10. Mal. 3, 1. Sprüche 30,4., denen wir noch viele andere hinzufügen könnten. Und daß wir nur durch den Glauben allein vor Gott gerecht werden können, sagen uns Stellen der Schrift des A. T. wie 1B Mos. 15,16 und Hab. 2, 3. 4. wie dies auch daraus hervorgeht, wenn der Messias unsere Gerechtigkeit genannt wird, Zer. 23, 6, oder unser Heil Zes. 49,6., oder wenn er um unserer Sünden willen sterben, (Zes. 53,) und uns rechtfertigen soll, weil er unsere Sünden getragen hat, B. 11, was Israel ja auch in einem Gebete am Bersöhnungstage bekennt. Siehe No. 2. S. 35 dieses Blattes v: d. Z. Wenn demnach wird zugestanden werden müfferr, daß das A. T. diese Lehren wenigstens nicht so unbedingt verwirft, wie die Juden meinen, sondern vielmehr gar deutliche und bestimmte Hinweisungen auf sie enthält, so kann auch der Grund, warum die Juden das N.T. verwerfen, nicht in der Verschiedenheit der Lehre liegen; denn daß das N. T. dem Alten auch noch in anderer Beziehung widersprechen sollte, wird ein Israelit wohl nicht so leicht behaupten. Wir werden ihn daher auch wo anders suchen müssen. Vielleicht liegt er in dem Mangel an Beweisen für die Göttlichkeit und Wahrheit des N. T.? Auch das kann nicht sein, vielmehr müssen wir für das N. T. die Ehre beanspruchen, daß es noch weit deutlichere und bestimmtere Beweise der Wahrheit für sich habe, als das Me, womit wir diesem jedoch keinesweges das