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Dibre Emeth · 1846-12-01 · Heft 12 (Dezember 1846) · page 4

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Journal
Dibre Emeth
Volume
2 (1846)
Issue
Heft 12 (Dezember 1846)
Date
1846-12-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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«er göttlichm Offenbarung und -er Erlösung, wenn -der von Gott abgefallene und unter die Macht der Sünde versunkene Mensch zur Erkenntniß Gottes und zur seligm Gemeinschaft mir ihm wie. -er zurückgefichrt werden soll; das Neue auch. Das Alte lehrt, daß der Mensch seine Erlösung nicht selbst bewirken kann, sondern eines Erlösers, und zwar eines göttliche« Erlösers bedarf; das Reue auch. Das Alte verheißt einen solchen Erlöser in dem Messias, das Reue sagt uns, daß er in Zesu von Nazareth erschienen sei. Doch hier rufen uns die Israeliten zu: halt, halt, dem müssen wir widersprechen. Von einem Erlöser und Messias wie er nach dem N.^T. in Jesus erschienen sein soll, weiß das A. T. nichts, am allerwenigsten von einem Messias, der Gott und Mensch zugleich sein soll. Das ist eine Lehre, die im A. T. durchaus nicht begründet ist, so wenig wie die Lehre von der Dreieinigkeit, und von der Rechtfertigung durch den Glauben allein an das Verdienst des Messias, die nur in der Annahme der Gottheit des Messias ihren Grund hat. Das A. T. kennt nur einen einzig-einigen Gott, und verlangt von dem Menschen Tugend und gute Werke, aber nicht das Verdienst eines Andern, um vor Gott als gerecht zu erscheinen und sich des ewigen Lebens, der Gemeinschaft mit Gott, würdig zu machen. Diese Lehren des R. T. allein sind derGrund, warum wir ihm nicht dasselbe göttliche Ansehen, die gleiche Autorität, wie dem A. T. zuerkennen könnensondern es vielmehr als Zrrthum verwerfen müßen. Würden wir nicht so Handel«, dann würden wir uns der Sünde de- Abfalls von dem einzig-einigen Gott fchuldig machen- und unsere Mission, diesen einzig - einigen Gott unter den Völkern zu bekennen und mit diesem Bekenntniße sie von ihrem Zrrthume zur Wahrheit zu führen, nicht erfüllen; wir würden aufhören, das — „Religions - Volk" — zu sein. Ein wichttger Einwand, der wohl verdient gründlich und von allen Seiten besprochen und beleuchtet zu werden; denn ist er begründet, dann sind wir Christen in dem schrecklichsten und verderblichsten Zrrthume, und können nichts Eiligeres zu thun haben, als uns von dieser verderblichen Lehre loszusagen und allesammt Juden zu werden. Ist er aber nicht begründet, dann befinden sich

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