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Dibre Emeth · 1846-12-01 · Heft 12 (Dezember 1846) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
2 (1846)
Issue
Heft 12 (Dezember 1846)
Date
1846-12-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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203 freilich nt anderer Weise — entgegen treten, als die Orcho. boxen, so muß dies allerdings auffallen und zu der Frage veranlassen: Worin der Grund dieser Erscheinung wohl liegm möge? Wir wollen versuchen, ob wir ihn auffinden können. Wir fragen, liegt er etwa in der Schrift selbst? — wir verstehen darunter das NT. eben so wohl als das Alte — oder liegt er vielleicht darin, daß das N. T. weniger und nicht so unleugbare Beweise der Wahrheit und Göttlichkeit für sich habe, wie das Alte? oder liegt er endlich darin, daß sich das N. T. weniger kräftig und als göttliche Macht an seinen Bekennern bethätigt hat, als das Alte? Wir müssen diese Fragen aufs entscheidenste vemeinen, und glauben ohne große Mühe das Gegentheil beweisen zu können. Der Grund, warum die Juden das A. T. als göttliche Offenbarung, oder doch wenigstens als Norm ihres Glaubens anerkennen und annehmen, das Neue aber verwerfen, karm weder im A. noch im N. T. liegen; denn beide Testamente, das muß jeder unparteiische Leser einräumen, stimmen in ihren Lehren vollkommen überein und bedingen sich gegenseitig so, daß wenn das eine fällt, auch das andere fallen muß, wenn das eine nicht wahr ist, auch das andere nicht wahr sein kann. Dies von allen Seiten hier ausführlich zu erörtern, kann, wie man leicht begreifen wird, natürlich nicht unsere Absicht sein; wir wollen vielmehr nur einige Andeutungen machen, um dadurch Veranlassung zur Besprechung einiger der wichtigsten Lehren des Juden- und Ehristenchnms zu geben; und dies geschehe denn nun. Wir sagen, das A. und N. T. stimmen in ihrer Lehre vollkommen überein. Das Alte lehrt nur Einen Gott, den Schöpfer Himmels und der Erde und alles dessen, was im Himmel und auf Erden ist; das Neue auch. Das Alte lehrt, daß Alles gut und der Mensch nach seinem Ebenbilde, daher heilig Und ohne Sünde, von Gott erschaffen worden ist; das Neue auch. Dar Alte lehrt den Sündenfall der ersten Menschen durch die Verführung der Schlange, so wie dessen Folgen, die geistliche Blindheit in göttlichen Dingen und die Knechtschaft der Sünde; das Neue auch. Das Alte lehrt die Nochwendigkeit ei- 15*

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