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Dibre Emeth · 1846-11-01 · Heft 11 (November 1846) · page 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
2 (1846)
Issue
Heft 11 (November 1846)
Date
1846-11-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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196 gen auf ein dürres Erdreich, so erquickend fiel dieBerkündigung von dem Einen, der unsere Sünden getragen und uns bei Gott vertritt, in meine schmachtende Seele; wie den Gefangenen der Ruf: Freiheit, Früheit, den Bedammten das Wort: Gnade — so klang mir das köstliche, vom Prediger oft wiederholte Wort: „Also hat Gott die Welt , geliebt, daß er seinen eingebornen Sohn gab, daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." Von ganzem Herzen preise ich den Gott unserer Väter, daß mir von ihm gegeben ward immer freudiger, als ein wahrer gläubiger Zsraelit, einzustimmen in das Wort des Propheten: „Fürwahr er ttug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen. Wir gingen alle in der Zrre, wie Schafe, ein jeglicher sah auf seinen Weg; aber der Herr warf unser aller Sünde auf ihn. Die Sttafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten und durch seine Wunden sind wir geheilet." Ich habe erfahren, was es heißt in der Zrre gehn, aber schmecke nun auch seinen Frieden, meine Wunden bluteren, aber nun bin ich geheilet. Es ist an mir erfüllet jenes Wort, das mir früher so zu Herzen gegangen: „Kommet her zu mir, ich will Euch erquicken." Zch weiß nun, daß diese Verheißung wahr ist: „So werdet ihr Ruhe finden für eure Seele." Ze länger, je mehr hatte ich mich in dieser mir denkwürdigen Zeit von meinen bisherigen Freunden zurückgezogen. Lange zögerte ich auch gegen meinen Wohlthäter mich auszusprechen. Endlich an einem Abende überwand ich alle Blödigkeit und ging zu ihm. Welche Freude ich ihm durch mein Bekenntniß bereitete, und wie viel Liebe ich von ihm erfuhr, will ich nicht ausführlich zu beschreiben suchen. Zch bat ihn um Unterricht, um zur Taufe vorbereitet zu werden. Er sagte, daß ich zu derselben schon vorbereitet genug sei; gab aber meinen Bitten nach und setzte mir gewisse Stunden fest. Zn diesen las er mit mir den Brief des N. T., der vorzugsweise an die Hebräer geschrieben ist. Dieser bot dann reiche Gelegenheit, mir die Lehre von der Erlösung und vorzugsweise, wie sie schon in Alttestam. Stellen, im Priesterthume u. in den Opfern vorgebildek ist, zu erklären, und mir zu sagen, was zum christlichen Leben und Wandel gehört. O könnte ich die Seligkeit schildern,

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