Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 11 (November 1846)
- Date
- 1846-11-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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197 MlageM No. 11 derPrbre Ewett^ welche ich unter der Erklärung dieses Gotteswortes genoß! So ward wein Herz immer mehr im Glauben befestigt; wozu dann auch der Umgang mit andern gläubigen Christen, die dasselbe an ihremHerzen erfahren haben wie ich, nicht wenig beitrug. Mit voller Ueberzeugung, ich sage nochmals, aus voller Ueberzeugung (denn ich weiß, daß, weil alle Zuden daran zweifeln, es Dir schwer werden wird, es zu glauben) legte ich nach einigen Wochen am Tage der Taufe das christliche Glaubensbekennniß ab, und erfuhr, indem ich getauft ward, dieNähedessen, dem ich mich zum Eigenthum ergab, durch die Wirkung seines Geistes in meinem Herzen; es ward mir aufs neue bestätigt, daß ich durch Ihn von.der Sünde frei und Gottes Kind geworden sei.— Zn dieser Weise, mein Theurer, ist Dein brüderlicher Wunsch, daß Gott das Fünklein Glauben in mir zur hellen Flamme anfachen möge, in Erfüllung gegangen. So hast Du es nun nicht gemeint, und Du wirst Dich meiner Nachrichten nicht freuen können. Geliebter Freund! ich will Dich darin gern tragen, wenn Du mich nicht gleich verstehen kannst, denn ich weiß, daß wir uns den Glauben nicht selbst geben können, sondern daß er Gottes Werk und Gabe ist; aber das wenigstens kannst Du mir gewähren, und das bitte ich von Dir, wirf mich nicht gleich weg als einen ausgemachten Heuchler, sondern trage auch mich in meinem Wesen, wenn es Dir auch als eine Verkehrtheit erscheint. Tm hast mir bisher, seit ich ja schon kein Zude mehr war und die heiligen Bücher und Sitten der Bäter gering schätzte, Deine Liebe bewahrt, warum wolltest Du es nicht thun, da ich wieder ans vollem Herzen einstimme in unser Glaubensbekennmiß: Das Wort der Propheten ist Wahrheit und Moses Gesetz, Gottes Gebot. Dn wirst ja doch das alte Borurtheil weggeworfen haben, als ob die Christen insgesammt, also auch die, welche nicht wie viele in unserm Baterlande, Heilige anrufen und Bilder anbeten — Götzendiener seien. Sollte davon irgend noch ein Gedanke in Dir sein, so becheure ich Dir, daß ich klarer als je erkenne und glaube, 15