Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 11 (November 1846)
- Date
- 1846-11-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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195 kob, (1 Mos. 49, 10) durch Moses (5. Mos. 18,18) und die Vorbilder des Gesetzes, namentlich durch die Opfer und das Priesterthum; schon bestimmter an und durch David (2. Sam. 7. Bgl. Ps. 2. 45. 110) und endlich durch die Propheten. Unter den vielen prophetischen Stellen, welche den Messias und die Erlösung durch ihn verheißen, hatte sich der Prediger Zes. 53 und Ps. 110 ausgewählt, um aus diesen darzulegen, welches das große Heil sei, das Israel und mit ihm allen Völkern erschienen. Ich möchte. Du hättest diese gründliche und ergreifende Auslegung jener merkwürdigen Capitel anhören können. Ich kann Dir in der Kürze nur den Hauptinhalt dessen geben, was ich vernommen : 1) Aus Liebe zur Menschheit entäußerte sich der Sohn Gottes, der von Ewigkeit beim Vater war, (Mich. 5, 1. Ps. 110, 1.) seiner himmlischen Herrlichkeit, ward ein Mensch, ja den ärmsten unter den Menschen gleich, um den Rathschluß der Liebe Gottes zu erfülle», (v. 3. Ps. 110, 7.) 2) Er, der Unschuldige und Reine übernahm freiwillig die Strafe unserer Sünde (v. 4. 5.), gab sein Leben zum Schuldopfer (v. 10), indem er die härtesten Leiden übernahm und gehorsam ward bis zum Tode am Kreuz. 3) Nachdem er sich also erniedrigt, hat ihn Gott erhöhet, hat ihn auferwecket und ihm gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden (v. 10—12. Ps. 110, 1. 2. 4.) Nun macht Er, der Gerechte, viele gerecht, alle, die an ihn glauben, empfangen ohne ihr Verdienst Vergebung der Sünden und dadurch Frieden mit Gott und die Hoffnung des ewigen Lebens. Er ist ein ewiger Priester. (Ps. 110,4.) Und weil seine Liebe so groß gewesen, daß er sich selbst für uns dahingsgeben, ist auch brünstige Gegenliebe sein Lohn, er hat ein williges, zahlreiches Volk, das ihm dient (Ps. 110, 3), ja selbst die Starken, die harten und selbstgerechten Herzen werden seine Beute. Auch mein Herz ist seine Beute geworden und mein Leben habe ich Zhm geweiht. Vielleicht, mein Theurer, ist das alles Dir noch gleichgültige oder thörigte Rede, wie sie es auch mir gewesen. Aber als ich diese mir unvergeßlichen Predigte» hörte, war es schon anders geworden; der Geist Gottes hatte durch die früheren dasselbe gebrochen, es war mühselig und beladen; und wie der Re-