Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1846)
- Date
- 1846-10-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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langen nach Heil dem Buch der Bücher, da erschließt sich uns mit d«m Droste, den wir daraus schöpfen, auch eine Wahrheit nach der anderen, und wir erkennen nebenbei, daß es nicht unser Berstand, sondern unser Wille war, der »ns früher das Widerspiel hielt. Vornehmlich aber gilt von Israel noch heute, wiedamals, wo es gesprochen wurde, das Wort Christi (Johannes 5, 40.): „Ihr wollt nicht zu mir kommen, daß ihr das Leben haben möchtet." Das evangelische Hospital in Jerusalem. Es darf wohl als bekannt vorausgesetzt werden, daß in Jerusalem schon seit einigen Jahren rin evangelisches Hospital besteht. Dies Hospital steht mit der dortigen Mission unter den Juden im engsten Zusammenhänge, ja es ist rin Zweig derselben, daher denn auch'vorzüglich Juden in dasselbe ausgenommen werden. Die Absicht -bei der Gründung desselben war eine zwiefache; man wollte sowohl den armen, kranken und hülfloscn Juden eine äußere Wohlthat erweisen, als auch den Juden überhaupt zeige», wie das lebendige Christenthum eben sowohl das leibliche wie das geistliche Wohl des Menschen suche. An Proselytenmacherei auf heimliche und u«ichristliche Weise, wie man der Mission so gern zur Last legen möchte, wurde dabei nicht gedacht, vielmehr wurde die Einrichtung getroffen, daß die in das Hospital aufgenommencn kranken Juden in jeder Beziehung die von ihren Bätern ererbte Religion halten könnten. Man stellte jüdische Krankenwärter an, sorgt« dafür, daß die Speisen streng nach den thalmudischen Gesetzen bereitet wurden und ließ überhaupt in Glaubenssachen euwm Irden die vollkommenste Freiheit. Man sollte meinen, daß die Juden die Gründung des Hospitals mit Freuden begrüßt, dir ihnen dargereichte Wohlchat auch anerkannt und mit der größten Dankbarkeit angenommen haben werden, und in der That war dies auch wirklich der Fall bei den armen Kranken und Leidenden. Sie erkannten diese Wohlchat in ihrer ganzen Größe und nahmen sie auch mit Freuden an, und zeigten sich keinesweges undankbar, wenn sie geheilt entlassen wurden. Aber die Rabbiner «raten dem Hospital« gleich Anfangs