Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 9 (September 1846)
- Date
- 1846-09-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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162 3. lieber Zerusalem selbst wollte er nicht in Einzelnhriten ringehen, da er seit 19 Jahren nicht dort gewesen ist. Nur über das Bisthum sprach er Einiges. — Das dortige Bisthum habe von Anfang an die Aufgabe bekommen, sich an die dort bestehende Mission unter den Juden anzuschließen. Es sei eine wichtige Sache, in Jerusalem den Kindern Israel das Wort zu verkündigen und sie einzuladen, zu dem ehemals verworfenen Gott und Messias zurückzukehren, um so den Weg zu bereiten, daß das Volk eingeführt werde in die erwählte Stätte. Bei der Gründung des Bisthums sei der erste Gedanke unseres Königs ein'anderer gewesen. Er habe nehmlich an die in allen türkischen Ländern unter der ungläubigen Masse zerstreut lebenden Evangelischen gedacht und zugleich die Hoffnung gehegt, daß manche Deutsche sich im gelobten Lande ansiedeln würden; es sei ihm wichtig erschienen für alle diese wie für die, welche aus den Muhamedanern sich zu dem Herrn wenden möchten, einen Mittelpunkt zu stiften. Bischof Gobat schloß mit den Worten: „Es ist nicht nur meine Pflicht, sondern es ist meines Herzens Bedürfnis, die Bruderhand zu geben allen, die den Herrn Zesum lieb haben. Wir wollen immer mehr lernen mit dem Apostel zu sagen: „„Es sei ferne von mir rühmen, denn allein von dem Kreuze unsers Herrn Jesu Christi."" Auf ihm wollen wir im Geiste vereinigt bleiben. Manche Schwierigkeiten sind noch zu überwinden; aber wenn das Volk Gottes, das in Europa ist, sich vereint zum Gebete, daß der Herr sich Zions erbarme, so wird jene große Verheißung erfüllt werden, sZes- 2.) daß nicht bloß einzelne Heiden herzukommen, sondern daß die Völker sich gegenseitig ermuntern werden; daß die Zeit kommen wird, wo es in Wahrheit geschieht: „„Bon Zion wird das Gesetz ausgehen, und des Herrn Wort von Jerusalem."" —■ Eure Gebete dafür werden erhört werden; wir werdm erhört werdm, so wir glauben. Amen." Anmerk. d. R. Wir hoffen später noch Mehreres über den Bischof Gobat so wie überhaupt von Zerusalem, dem dortigen Bisthum und der Mission mitzutheilen. Für dies Mal scheiden wir von dem theuern Manne; unsere Gebete aber sollen Ihn begleiten bis zur Ankunft -an dem Orte seiner Bestimmung, und wir wollen auch dann nicht unterlassen für ihn in seiner schwierigen, aber für das Reich Gottes höchst wichtigen Stellung von ganzem Herzen, zu dem Gott aller Gnade und Barmherzigkeit zu flehen. — Rabbiner-Versammlung. Am 13. Juli wurde die dritte Rabbiner-Versammlung eröffnet, die dies Jahr in Breslau stattfand und bis zum 24. dauerte. Die Versammlung bestand aus 24 Mitgliedern und hielt 11 Sitzungen, in