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Dibre Emeth · 1846-09-01 · Heft 9 (September 1846) · page 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
2 (1846)
Issue
Heft 9 (September 1846)
Date
1846-09-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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Am folgenden Tage hatten die Reisenden bis Sonnenuntergang noch nichts gefunden. An eimr Duelle betete Gobat, der Herr möge das Wasser segnen zur Stillung des Durstes und Hungers. Da kamen zwei Knechte von einem Gouverneur und meldeten ihm: ihr Herr habe sie gesandt, den weißen Mann zu holen, er habe auch schon einen Ochsen für sie geschlachtet. Gobat fand bei ihm gute Aufnahme. Am folgenden Morgen verabschiedete er sich von diesem Manne, der krank war. Nach einer halben Stunde Weges sah er sich am Rande eines tiefen Thals, wo kein Mensch wohnte. Da lag die Versuchung nahe: „Wer will uns einen Tisch bereiten in der Wüste?" Nach fünf Stunden langem Bergabsteigen fand er im Thale zwei Knechte, die jener Mann mit Lebensmitteln vorausgeschickt hatte. Tags darauf führte der Weg wieder durch eine wilde Gegend. Um ein Uhr fanden die Reisenden einen Jüngling am Wege mit einem Korbe Brod und einem Kruge (Bier?). Er übergab diese Lebensmittel dem Missionar. Woher kennst Du mich? fragte dieser. Ich kenne Dich nicht, erwiderte er; ich bin Knecht bei einem Manne, der einige Stunden von hier wohnt. Zn der vergangenen Nacht hatte mein Herr große Unruhe, bis er endlich aufstand und mir befahl r Bringe dies dem Wanderer, der auf jenem Wege kommen wird. Du bist der erste weiße Mann; Dir übergebe ich es also! Später ging es durch bekanntere Gegmden. Nie habe ich einen Menschen um etwas gebeten, bezeugte Gobat. Als er in Adowa anlangte, war auch der König angekommen. Dieser ließ ihn neben sich auf einem Throne sitzen, was er Keinem zuvor gethan hatte. So wurde der Botschafter an Christi Statt durch die Güte Gottes drei Jahre bewahrt. Bald nach der Rückkehr starb Kugler. Nun war Gobat zwei Jahre allein, selbst ohne Briefe aus Europa zu haben. Endlich 1832 kehrte er dort« hin zurück mit der Hoffnung, andere Missionare mitzubringen in das Land, das reif zur Erndte war. Jener oben erwähnte Jüngling, der sich zum Knechte angeboten hatte, kam zum Glauben, als er sah, daß Gott dem

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